Deutschlands Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat sich für eine Steuer auf Umsätze mit Künstlicher Intelligenz ausgesprochen. Mit dem Geld solle der Umbau des Arbeitsmarkts bezahlt werden: „Den extrem hohen Umsatz mit dieser Technologie müssen wir besteuern, und mit dem Geld können wir den Umbau finanzieren, das ist auch mein Ansatz“, sagte Wildberger.
Der Minister rechnet damit, dass KI die Arbeitswelt grundlegend verändert. Langfristig entstehe zwar mehr Beschäftigung, „aber in anderen Jobs als heute“, sagte Wildberger dem „Tagesspiegel“ vom Dienstag weiter. Umschulungen und neue Tätigkeiten, etwa im Handwerk oder in der Pflege, müssten finanziert werden. Dafür brauche es Wachstum und Offenheit „für andere Instrumente“. Wildbeger: „Wenn hierzulande Wachstum und Wertschöpfung entstehen, müssen hierzulande auch Steuern gezahlt werden.“
„Brauchen global gerechtes System“
Ob er an einer Digitalsteuer auch dann festhalten würde, wenn US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen droht, ließ der Minister offen. „Natürlich brauchen wir auch global ein gerechtes System“, sagte er. Mehr beschäftige ihn derzeit aber, wie Deutschland bei KI selbst Wachstum und Wertschöpfung erzeuge. Wildberger reagierte damit laut Bericht auf einen Vorschlag von Microsoft-Gründer Bill Gates, Roboter und KI zu besteuern. Gates wolle so den Anreiz verringern, Menschen durch Maschinen zu ersetzen.
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