„Extrem problematisch“

Linden-Verschwinden: Wer ist wirklich schuld?

Salzburg
13.10.2026 09:00

Der Ärger um gefällte Bäume geht in die nächste Runde. Der Salzburger Magistrat schiebt die Verantwortung von sich und Stadträtin Anna Schiester möchte den Bauträger in die Verantwortung nehmen. Dieser will zur Causa Linden-Verschwinden erst gar nichts sagen ...

Zwei mächtige Linden mussten einem Luxus-Wohnprojekt in der Salzburger Elisabeth-Vorstadt weichen. Obwohl Anrainern der Purtschellergasse der Erhalt der Bäume zugesichert worden war, wurden sie gefällt. Die „Krone“ berichtete. Nun nehmen die Verantwortlichen Stellung – oder auch nicht.

Der mit dem Verschwinden konfrontierte Bauträger wollte sich nicht äußern. Noch bei der Bauverhandlung habe er zugesagt, alles für den Erhalt der Linden zu tun. Dann waren sie auf einmal weg.

Ohne Vorwarnung gefällt: Von den Linden in der Purtschellergasse ist nichts mehr übrig.
Ohne Vorwarnung gefällt: Von den Linden in der Purtschellergasse ist nichts mehr übrig.(Bild: zVg)
(Bild: zVg)

„Ich finde diesen Vorgang extrem problematisch“, sagt Planungsstadträtin Schiester (Bürgerliste). Das Baurechtsamt des Magistrates – dort sitzt auch der Baumschutz – sieht sich in diesem Fall nicht als zuständig an. Für konkrete Planung und den Baumerhalt seien in erster Linie Bauherr und die Stadtplanung von Schiester verantwortlich.

Die Planungsstadträtin sieht die Verantwortung wiederum allein beim Bauträger. Sie hat dennoch die vollständige Aufarbeitung angeordnet. Ein Schreiben an den Immobilien-Entwickler sei schon ergangen. „Ein gesunder Baum ist kein Hindernis, das man einfach durch eine Ersatzpflanzung ausgleicht“, sagt Schiester.

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