Cyber-Revolution

Österreich will Cloud-Giganten die Stirn bieten

Österreich
13.10.2026 07:58

„Keine Daten mehr in fremde Hände“ – mit dem neuen „Austrian Cloud Atlas“ bringen der Fachverband UBIT in der Wirtschaftskammer und der Softwareverband VÖSI jetzt heimische Anbieter, Rechenzentren und IT-Dienstleister auf eine digitale Landkarte. 

Ob sensible Firmendaten, Künstliche Intelligenz oder digitale Infrastruktur – ohne die großen Technologiekonzerne aus aller Welt läuft in Europa oft nur noch wenig. Doch Österreich will sich nicht länger blind auf andere verlassen!

Mit dem neuen „Austrian Cloud Atlas“ bringen der Fachverband UBIT in der Wirtschaftskammer und der Softwareverband VÖSI jetzt heimische Cloud-Anbieter, Rechenzentren und IT-Dienstleister auf eine digitale Landkarte.

Firmen sollen auf einen Blick erkennen können, welche Alternativen es direkt vor der eigenen Haustür gibt: „Unternehmen müssen wissen, wo ihre Daten liegen, von welchen Technologien sie abhängig sind und welche Alternativen ihnen zur Verfügung stehen“, betont UBIT-Obmann Wilfried Drexler.

Austro-Experten forcieren den Kampf mit den internationalen Cyber-Giganten.
Austro-Experten forcieren den Kampf mit den internationalen Cyber-Giganten.(Bild: WKÖ)

Kampf um Rechenzentren tobt bereits in ganz Europa
Die heimischen Experten sind überzeugt: Österreich hat das Know-how, die Unternehmen und die Infrastruktur. Was bisher fehlte, war der Überblick. Genau den soll der neue Cloud-Atlas liefern. „Digitale Souveränität bedeutet, rot-weiß-rote Lösungen zu fördern“, erklärt IT-Sprecher Martin Puaschitz. Dass es leistungsfähige heimische Alternativen gibt, zeigt etwa der Internet-Service-Provider next layer, der bereits im Atlas vertreten ist.

Doch die Branche warnt: Eine digitale Landkarte allein werde nicht reichen. Der Kampf um Daten, KI und Rechenzentren ist längst zum knallharten Standortwettbewerb geworden. Während andere europäische Länder bereits nationale Strategien für Rechenzentren entwickelt haben, droht hierzulande ein Wirrwarr aus unterschiedlichen Regeln und Beschränkungen.

Martin Madlo, Präsident der Austrian Datacenter Association, vermisst ein gemeinsames nationales Konzept. Sonst bleiben nicht nur die heimischen Unternehmen auf der Strecke ...

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