Auf „Krone“-Besuch

Familie Spatzek auf TikTok: „Hauptsache Klicks“

Adabei Österreich
13.10.2026 05:00

Vom „Kaisermühlen-Blues“ auf TikTok: Christian Spatzek sorgt mittlerweile gemeinsam mit Gattin Sun Young und Tochter Mina für jede Menge Lacher im Netz. Im „Krone“-Gespräch verriet die Familie, wie alles begann, warum die Eltern Mina die Show stehlen und welche Sorgen Mama Yun dennoch hat.

Christian Spatzek ist vielen noch als „Gustl“ aus dem legendären „Kaisermühlen-Blues“ bekannt. Gemeinsam mit Gattin Sun Young stand er für die Kultserie vor der Kamera. Doch der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm: Sohn Gino ist ebenfalls Schauspieler, Tochter Mina (26) erobert hingegen TikTok – am liebsten mit Mama und Papa! 

Dass bei den Spatzeks der Schmäh nicht zu kurz kommt, zeigte sich schon vor dem „Krone“-Treffen. Auf die Frage, ob alle vier kommen würden, antwortete Mina per WhatsApp scherzhaft: „Nein, nur zu dritt, der Bruder ist unwichtig.“ Und kaum angekommen, wollte die Influencerin auch schon wissen, ob sie unser Gespräch gleich selbst vloggen dürfe.

Mehr als 23 Millionen Likes verzeichnet die 26-Jährige mittlerweile auf TikTok. „Es hat in der Coronazeit angefangen. Da habe ich lustige Videos gemacht, öfter meine Eltern gepostet – und die sind voll gut angekommen“, erzählt sie. Der Clou: „Sie wussten anfangs nicht einmal davon. Ich habe sie einfach gepostet.“

Die Spatzeks zu Besuch in der „Krone“ mit Redakteurin Nadi Adana (re.)
Die Spatzeks zu Besuch in der „Krone“ mit Redakteurin Nadi Adana (re.)(Bild: Peter Tomschi)

Die Eltern im Rampenlicht
Mittlerweile stehlen ihr Mama und Papa sogar teilweise die Show. „Ich freue mich darüber. Sollen sie ruhig machen. Hauptsache Klicks!“, lacht Mina. Papa Christian, der anfangs noch skeptisch war, hat sich mittlerweile an seine neue Rolle als TikTok-Star gewöhnt. Nur eines gefällt dem Schauspieler nicht immer: „Vor allem, wenn ich nicht vorbereitet bin. Ich habe irgendwie den Pyjama an und sie macht dann ein Video.“

Dass die Familie damit nicht nur die jüngere Generation begeistert, zeigt sich auch auf der Straße. „Beim ,Künstler helfen Künstlern‘-Flohmarkt ist eine ältere Dame zu mir gekommen und hat mir zu unseren Videos gratuliert. Das ist unvorstellbar!“, erzählt Christian. Aber auch negatives Feedback gehört dazu. Das nimmt die junge Influencerin allerdings gelassen: „Ich habe letztens eine Nachricht bekommen: ,Ihr seid alle so unsympathisch.‘ Ich fand es eher lustig, dass sich jemand die Zeit nimmt, mir so etwas zu schreiben. Mich trifft so was gar nicht.“

Von der Bühne hinter die Kulissen
Eigentlich wollte Mina anfangs selbst auf die Bühne. „Ich wollte immer Schauspielerin, Sängerin oder Popstar werden“, verrät sie. Davor träumte sie sogar von einem Job als Kassiererin – weil ihr das Geräusch der Kassa so gut gefiel. Doch aufgrund ihrer später entwickelten Redeangst blieb sie lieber hinter den Kulissen und unterstützte heuer sogar Papa Christian als Regieassistentin in Stockerau.

Eine Aufgabe, die sie anfangs etwas unterschätzt hatte. „Ich habe dadurch wirklich mentale Stärke aufgebaut. Aber man kriegt auch einiges ab“, erzählt sie lachend und fügt hinzu: „Es ist nicht einfach mit einem Künstler!“ Mama Sun Young ergänzt prompt: „Mit zwei Künstlern!“

Und wie geht es weiter? Neben ihrem Masterstudium in Medienmanagement möchte Mina auf Social Media richtig durchstarten und auch weiterhin als Regieassistentin arbeiten. „Ich habe mir das ja nicht als Ziel gesetzt, Influencerin zu sein, aber jetzt macht es mir extrem Spaß“, erzählt sie.

Den Moment festhalten: Mina wollte unser Interview gleich selbst vloggen – Mama und Papa waren ...
Den Moment festhalten: Mina wollte unser Interview gleich selbst vloggen – Mama und Papa waren begeistert!(Bild: Peter Tomschi)

Die Mama sieht das allerdings mit gemischten Gefühlen: „Ich gönne ihr den Erfolg online, aber ich habe auch ein bisschen Angst.“ Schließlich kennt sie die Unsicherheiten des Künstlerlebens durch ihren Mann nur zu gut. „Es ist immer eine Zitterpartie“, erklärt sie. Christian erinnert sich daraufhin schmunzelnd an seinen eigenen Vater: „Du redest wie mein Vater, der auch immer gesagt hat: ,Mach doch was Gscheites! Verstehst, nicht dieses Kasperltheater!‘“

Ob Theater oder TikTok – die Spatzeks können unterhalten. Und das ganz unabhängig von der Berufswahl ...

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