Lange geplanter Terror
Der Flydubai-Extremist wurde wegen 9/11 Pilot
Neue Erkenntnisse des versuchten Anschlags mit der Flydubai-Maschine sorgen für Gänsehaut: Demnach hatte der angebliche Entführer die Horror-Tat über Jahre geplant. Und war genau aus diesem Grund Pilot geworden.
Der Verdächtige im versuchten Flugzeugentführungsfall und Copilot an Bord des Fluges von Dubai nach Tel Aviv vergangene Woche hatte offenbar einen Angriff nach 9/11/-Vorbild im Visier. „Laut seinen Geständnissen entschied er sich daher, eine Karriere in der Luftfahrt zu verfolgen“, heißt es in einer Erklärung des Generalstaatsanwalts der Vereinigten Arabischen Emirate.
Am 11. September 2001 steuerten Täter zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers (WTC) in Manhattan, die infolgedessen einstürzten. Ein weiteres krachte in das Pentagon bei Washington, D.C. Das vierte wurde im Kampf mit Passagieren bei Shanksville (Pennsylvania) zum Absturz gebracht.
Extremistisches Material gefunden
Die Idee, eine ähnliche Schreckenstat mit einem Flugzeug anzustellen, festigte sich zunehmend im Kopf des mutmaßlichen Angreifers. Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann zunächst zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt habe, um sich mit der Flugroute und dem Airport vertraut zu machen. Er sei im Jänner 2026 zu Flydubai gewechselt und habe zuvor unter anderem für Oman Air gearbeitet, wo er entlassen worden sei. Nach Informationen des US-Senders ABC News war bei ihm extremistisches Material entdeckt worden.
Wollte so viele Menschen wie möglich töten
Mit der unter seine Kontrolle gebrachten Maschine wollte er demnach einen Selbstmordanschlag auf das Passagierterminal am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv durchführen. Mit dem Ziel, „die größtmögliche Zahl an Opfern zu verursachen“, hieß es weiter. Allein an Bord des Flugzeuges waren 174 Menschen, zumeist Israelis.
Flugkapitän mit Messer angegriffen
Bei dem Vorfall hatte der Co-Pilot den indischen Flugkapitän mit einem Messer attackiert, woraufhin der Jet binnen 30 Sekunden knapp 4300 Meter in die Tiefe stürzte. Dem verletzten Kapitän war es den Angaben zufolge aber gelungen, die Cockpittür zu entriegeln – wie Smit Machchhar noch aus dem Spital dem indischen Premier Narendra Modi per Videocall schilderte. Passagiere und Besatzungsmitglieder drangen daraufhin ein und überwältigten den Angreifer.
Passagiere filmten den Tumult während des brenzligen Vorfalls:
Ein zufällig anwesendes zweites Pilotenpaar an Bord landete die Maschine anschließend sicher im saudi-arabischen Tabuk. Von dort wurden die Passagiere noch am selben Tag nach Israel gebracht, wo sie unter anderem von Premierminister Benjamin Netanjahu begrüßt wurden. Schließlich hatten einige von ihnen den Copiloten überwältigen und in Schach halten können, wie sie Angehörigen und auch TV-Sendern erzählten.
Beide ursprünglichen Piloten des Fluges wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, der Co-Pilot soll inzwischen in den Vereinigten Arabischen Emiraten sein. Als Reaktion auf den Vorfall will Israel die Kontrollen ausländischer Piloten verschärfen.

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