Reihe von Gewalt
Angreiferin stach in Istanbuler Schule um sich
Wieder eine Gewalttat an einer Schule in der Türkei: Ein Mädchen hat in einer Mittelschule in Istanbul acht Schüler mit einem Messer verletzt.
Sie trug eine Schuluniform und wohnte in der Nachbarschaft. Als sie auf das Gelände gelangte, habe sie „wahllos“ auf Schüler eingestochen, teilte Gouverneur Davut Gül mit. In sozialen Medien verbreitete Aufnahmen zeigten Krankenwagen auf dem Schulhof und Schüler in Panik.
Eines der Opfer wurde operiert. Zu dessen genauen gesundheitlichen Zustand könne er sich zunächst nicht äußern, so Gül. Der türkische Gesundheitsminister Kemal Memisoglu hatte zuvor von einem kritischen Zustand eines Opfers gesprochen. Fünf Schüler seien laut Gül leicht verletzt worden und sollten noch am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bei zwei weiteren bestehe keine Lebensgefahr, sie seien aber noch in Behandlung.
Angreiferin festgenommen
Die Polizei habe die mutmaßliche Angreiferin festgenommen, berichtete die Zeitung „Hürriyet“. Der Angriff habe sich in der Früh in einer Schule im Stadtteil Kayabasi ereignet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Täterin besucht den Angaben zufolge eine andere Schule.
Nach Amoktat schärfere Sicherheitsmaßnahmen
Gewalt in Schulen in der Türkei hat nach einer Reihe von Vorfällen in diesem Jahr verstärkt öffentliche Diskussionen ausgelöst. Im April hatte ein 14-Jähriger um sich geschossen und neun seiner Mitschüler und eine Lehrerin getötet. Auch der Schütze kam ums Leben. Die Eltern müssen sich derzeit vor Gericht verantworten. Zu Beginn des neuen Schuljahres hatte die Regierung mit einer Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen reagiert.

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