Wahnsinnstat in Türkei

Teenager (19) eröffnete Feuer an seiner Ex-Schule

Ausland
14.04.2026 15:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

An einer Schule im Südosten der Türkei sind Medienberichten zufolge Schüsse gefallen. Offenbar wurden zahlreiche Personen verletzt – der Schütze richtete sich nach der Wahnsinnstat selbst. 

Der junge Erwachsene begann in der Region Sanliurfa nach Angaben der englischsprachigen Nachrichtenagentur Reuters vom Dienstag um sich zu schießen und verletzte mindestens 16 Menschen, darunter Schüler und Lehrer, wie Gouverneur Hasan Şildak demnach gegenüber Reportern mitteilte. 

„Er hat das Feuer zuerst wahllos im Hof eröffnet, dann im Inneren der Schule“, schilderte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur IHA das Vorgehen des Angreifers. „Die Schüler schrien.“ Verletzt wurden laut dem Gouverneur neben zehn Schülern und vier Lehrern auch ein Polizist und ein Kantinenmitarbeiter.

Hier ereigneten sich die fürchterlichen Szenen.
Hier ereigneten sich die fürchterlichen Szenen.(Bild: AP/Mevlut Bayraktar)

Von türkischen Medien verbreitete Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten, wie der Täter mit einer Pump-Gun in die Schule läuft und frontal auf einen Mann schießt. Auch Bilder von fliehenden Schülern sowie zahlreichen Polizisten und Krankenwagen vor der Bildungseinrichtung im Ort Siverek waren in türkischen Medien zu sehen.

Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus im Bezirk Siverek gebracht, so Şildak. Zwölf von ihnen befanden sich am Vormittag noch im Krankenhaus. Der Angreifer richtete sich selbst, als die Polizei versuchte, ihn am Tatort festzunehmen, fügte Şildak laut Reuters hinzu.

Spezialeinheiten, die zu der Schule in Siverek entsandt worden seien, hätten die Schüler in Sicherheit gebracht, berichtete der Privatsender NTV. Spezialkräfte hätten versucht, den Angreifer zum Aufgeben zu bewegen. Fernsehaufnahmen zeigten Rettungswagen vor dem Schulgebäude, aus dem Schüler flüchteten.

Derartige Schusswaffenangriffe kommen in der Türkei relativ selten vor. Laut den Schätzungen einer türkischen Stiftung sind in dem Land allerdings dutzende Millionen von Schusswaffen im Umlauf, die meisten davon illegal.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.

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