Drogenrazzia in einem beliebten Nachtlokal nahe Jakominiplatz, Exzesse am Lendplatz: Graz hat ein Suchtmittelproblem – gerade Koks verbreitet sich rasant. Thomas Seruga, der neue Suchtkoordinator der Stadt, über gefährliche Substanzen und einen möglichen Konsumraum.
„Krone“: Sie wurden mitten im Kokain-Boom zum neuen Suchtkoordinator von Graz ernannt. Wie groß ist das Problem bei uns?
Thomas Seruga: Bei Kokain sehen wir tatsächlich einen klaren Aufwärtstrend, die Droge ist leicht verfügbar und wird mittlerweile auch in kleineren Mengen verkauft, was den Zugang dazu erleichtert. Das zeigt sich nicht nur in der Praxis, etwa bei Streetworkern, sondern auch in unabhängigen Datenquellen wie Abwasseranalysen. Beim Drug Checking (chemische Analyse illegal erworbener Substanzen, Anm.) lag Kokain in der Steiermark zuletzt mit Abstand an der Spitze.
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