Zuletzt wurde bei den Vereinigten Bühnen Wien ein umfassendes Sparprogramm umgesetzt – Personalabbau und weniger Premieren inklusive. Nun blicken die drei städtischen Bühnen optimistisch in die Zukunft – mit der international erprobten Musical-Managerin Andrea Pier als neuer Geschäftsführerin.
Für Andrea Pier schließt sich ein Kreis – eigentlich sogar mehrere. Wenn sie mit Dezember als Geschäftsführerin der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) die Nachfolge von Franz Patay antritt, kehrt die 57-Jährige in die Stadt ihrer Studienzeit zurück – und zum Theater. Zuletzt war Pier als Managerin der Kulturhauptstadt Chemnitz tätig, davor aber 20 Jahre u. a. als Theaterleiterin, Strategin und Direktorin bei Stage Entertainment, einem der größten privaten Musical-Produzenten.
Keine Scheu vor Kürzungen
In Wien übernimmt sie mit den VBW die Verantwortung für das Theater an der Wien sowie die Musical-Standorte Ronacher und Raimund Theater mit insgesamt 800 Mitarbeitern. Der Sparkurs, der bei der Stadt-Wien-Tochter zuletzt zu Kürzungen geführt hat, schreckt Pier nicht. Sie werde hier (aus der Privatwirtschaft finanziellen Druck gewohnt) „die richtigen Weichen stellen“.
Auch eine Konkurrenz durch das geplante Musicalhaus im Prater scheut sie nicht: „In Hamburg hat sich mit jedem Haus der Markt für Musical erweitert.“
Pier setzte sich unter 9 Bewerberinnen und 10 Bewerbern durch, ihr Vertrag läuft fünf Jahre. Die Bestellung durch eine Kommission erfolgte einstimmig, wie Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler betonte.
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