Spatenstich erfolgt

Batteriespeicher soll Erzeugungsspitzen abpuffern

Burgenland
24.09.2026 19:00

Vor drei Jahren eröffnete im burgenländischen Nickelsdorf Österreichs erste Photovoltaik-Anlage mit über 100 Megawatt Erzeugungsleistung. Am Donnerstag gab es einen Spatenstich für die Errichtung eines Batteriespeichers mit mehr als 200 Megawattstunden Speichervolumen. 

Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma spricht von Energiegeschichte. „Es entsteht Österreichs erstes Wind-Sonne-Speicher-Kraftwerk mit über 200 Megawatt Erzeugungsleistung und über 200 Megawattstunden Speichervolumen.“

Gebaut wird in zwei Etappen. Die ersten rund 60 MWh sollen bis ins erste Quartal 2027 fertig sein, weitere rund 150 MWh bis ins dritte oder spätestens vierte Quartal des kommenden Jahres.

Überschüssigen Strom speichern
Damit sollen die Netzengpässe, die immer wieder auftreten, weil bei Erzeugungsspitzen Windräder abgedreht werden müssen, abgepuffert werden. Rund 15 Prozent der möglichen erneuerbaren Erzeugung können so nicht genutzt werden – die Batteriespeicher sollen genau dieses Volumen haben und den überschüssigen Strom speichern. Allein mit dem neuen Speicher in Nickelsdorf können rund 18 Millionen Kilowattstunden pro Jahr zusätzlich nutzbar gemacht werden – das entspricht rechnerisch dem Jahresstromverbrauch von rund 5000 Haushalten.

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Wind, Photovoltaik und Speicher bilden gemeinsam die drei Säulen unseres neuen Energiesystems.

Stephan Sharma

„Die 210 Megawattstunden Stromspeicher hier in Nickelsdorf sind ein wesentlicher Teil unserer insgesamt 700 Megawattstunden großen Speicheroffensive. Wind, Photovoltaik und Speicher bilden gemeinsam die drei Säulen unseres neuen Energiesystems. Speicher reduzieren die Energieimporte, entlasten die Netze und erhöhen unsere Versorgungssicherheit. So machen wir das Burgenland Schritt für Schritt energieunabhängig“, sagt Sharma.

Auch die Burgenländer sollen unmittelbar vom Ausbau profitieren. Über die Energiegemeinschaft Fanclub Burgenland Energieunabhängig können sie bereits heute Strom aus den heimischen Wind- und PV-Anlagen zu stabilen Energiepreisen nutzen. Künftig sollen auch die Großspeicher Teil der größten Energiegemeinschaft Österreichs werden und die Energieunabhängigkeit der Haushalte und Unternehmen weiter erhöhen.

Batterien für etwaiges Rechenzentrum? 
Auf die Frage, ob diese Speicher schon in Hinblick auf ein kolportiertes Rechenzentrum in Nickelsdorf gebaut werden, wird geschmunzelt und es kommt ein dezidiertes „Nein.“ Warum ist leicht erklärt. Einerseits wäre die Kapazität dieser Batterien zu klein, andererseits werden bei Rechenzentren normalerweise Dieselaggregate als Notstromversorgung verwendet. 

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