Fr, 19. Oktober 2018

Kleiner Preisbrecher

03.12.2014 19:50

Opel macht sich einen Karl als billigen Einsteiger

Auf Adam folgt nicht Eva, sondern Karl, aber der kleine Opel bekommt ja auch keine Gattin, sondern einen Bruder. Der startet im Juli 2015 als zweites Modell im Kleinstwagen-Angebot der Rüsselsheimer. Praktischer, geräumiger und mit mehr Türen als sein vor allem für Lifestyle-Kunden konzipierter Markenkollege.

Nach dem Rückzug von Chevrolet und dem damit verbundenen Aus für den Spark ist der Posten des preisgünstigen Einstiegsmodells im GM-Europa-Portfolio frei. Opel füllt die Lücke mit dem Kleinstwagen Karl, der im Gegensatz zum Großteil der einschlägigen Konkurrenz serienmäßig fünf Türen und ebenso viele Plätze bietet. Der Preis soll trotzdem wie in dieser Klasse üblich unterhalb von 10.000 Euro starten.

Erste Bilder zeigen einen 3,68 Meter langen Stadtwagen mit kurzer Schnauze, hohem Dach und flotten Falzen im Blech. Die leicht vanartigen Proportionen erinnern dabei an den gemeinsam mit Suzuki entwickelten und gebauten Agila, der künftig nicht mehr angeboten wird. In Sachen Anmutung und Technik will der Karl aber deutlich mehr bieten als sein Vorgänger. So wirkt etwa der Innenraum zumindest auf den Fotos deutlich hochwertiger als die nüchterne Kunststoffwüste des Agila.

Wo für den Agila zudem kaum Extras zu haben waren, fährt der Karl das volle Options-Programm auf. So gibt es neben Berganfahr-Assistent, Tempomat und Abbiegelicht auch einen Spurhaltehelfer. Komfortorientierte Kunden können Glasschiebedach und Lenkradheizung ordern, Technik-Fans das unter anderem aus dem Adam bekannte Infotainment-System Intelli-Link mit Handy-Integration.

Für den Antrieb sorgt zunächst ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 75 PS, der an ein Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Der Benziner entstammt der neuen Dreizylinder-Familie von Opel und wird in anderen Modellen bereits in einer Turboversion eingesetzt. Woher die übrige Technik des Karl stammt, sagt der Hersteller noch nicht. Anders als vielfach spekuliert soll die Architektur aber nicht vom Chevrolet Spark übernommen worden sein. Gebaut wird der Karl allerdings wie dieser in Südkorea.

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