Wenn Politiker mit knackigen Slogans wie dem „Herbst der Ergebnisse“ große Versprechen machen, hängen sie die Messlatte für ihren eigenen Erfolg oft gefährlich hoch. Warum solche Sprüche schnell zum kommunikativen Eigentor werden können, beleuchtet Kabarettist und Autor Stefan Vögel in seiner aktuellen Kolumne.
Unser Bundeskanzler hat einen „Herbst der Ergebnisse“ angekündigt und dabei seine Zielsetzungen genau benannt. So etwas ist immer gefährlich für einen Politiker, denn seine Wähler könnten ihn am Ende beim Wort nehmen. Ich würde Christian Stocker seinen Herbst der (guten) Ergebnisse aufrichtig gönnen, aber mit politischen Slogans ist es so eine Sache: Sie werden, wenn sie nicht sehr allgemein gehalten werden, zur selbst gesetzten Messlatte, die man als Politiker reißen kann. Und selbst vage gehaltene Ankündigungen stoßen dem Bürger spätestens bei der nächsten Wahl sauer auf, wenn sie der Realität nicht einigermaßen standhalten.
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