Die Verantwortlichen des Verkehrsverbunds Vorarlberg (VVV) haben das „VMOBIL Forum“ ins Leben gerufen. Mit der neuen Plattform bekommen Fahrgäste ab sofort eine direkte Stimme, wenn es um die Zukunft von Bus, Bahn und Rad geht.
Gleich zum Start stehen die nicht unumstrittenen neue Tarife zur Diskussion. Im Herbst werden zunächst die Meinungen der Bürger eingeholt. Ende des Jahres sollen die Rückmeldungen zeigen, wo es Hürden gibt und an welchen Stellen nachgebessert werden muss, versprachen Mobilitätslandesrat Christof Bitschi und VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand.
Bewerbungen bis 11. Oktober möglich
Durchaus spannend ist die Frage, wer sich zum neuen Tarifsystem äußern darf. Mitmachen dürfen zwar alle Vorarlberger ab 16 Jahren, die hin und wieder bzw. regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Sie können sich bis zum 11. Oktober per Mail oder Post beim VVV bewerben. Wer sich anmeldet, erhält einen Fragebogen zum eigenen Nutzungsverhalten. Aus den Rückmeldungen wählt der Verkehrsverbund eine Gruppe aus, die das Land möglichst gut widerspiegelt und sich mehrmals im Jahr zu Workshops trifft.
Scharfe Kritik am Vorhaben kommt von der SPÖ. Klubobmann Mario Leiter wirft der schwarz-blauen Landesregierung vor, die Probleme der Tarifreform seit Wochen zu ignorieren. Das Forum sei lediglich eine Reaktion auf den großen öffentlichen Druck. Zudem bemängelt Leiter das Auswahlverfahren für die Teilnahme: Ein echter Dialog benötige keine vorherige Auslese, die potenziell kritische Stimmen ausklammere. Es werde sich zeigen, ob das Forum tatsächliche Verbesserungen bringe oder eine reine PR-Show bleibe.
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