Gewaltschutz

Ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen

Steiermark Newsletter
17.09.2026 10:30

Die Steiermark zählt leider zu jenen Bundesländern mit den meisten Bluttaten an Frauen. Umso wichtiger ist die „mobile Gewaltambulanz“, die eine adäquate Versorgung von Gewalt-Opfern nun auch in die Regionen bringt. Dies darf aber nur ein erster Schritt sein.

Im Rahmen des neuartigen Projekts „Forensic PETRA“ wird Gewaltopfern auch in Regionen ohne eigene Gerichtsmedizin eine zeitnahe Untersuchung und bessere Beweissicherung ermöglicht. Der Start ist Anfang 2027 im Krankenhaus Leoben geplant. Das ist gut so, denn es ist wichtig, dass gerichtsmedizinische Expertise auch in ländlichen Regionen verfügbar wird. Eine fachgerechte Untersuchung und Beweissicherung kann für Betroffene entscheidend sein – nicht nur für die medizinische Versorgung, sondern auch dafür, dass ihre Erlebnisse später nachvollziehbar und gerichtsfest dokumentiert sind.

Hinter jeder Untersuchung steht schließlich ein Mensch, der möglicherweise gerade eine der schlimmsten Erfahrungen seines Lebens gemacht hat. Diese Menschen dürfen nicht durch fehlende Strukturen oder weite Wege zusätzlich belastet werden.

Gewaltopferschutz bedeutet deshalb mehr als nur Hilfe im akuten Moment. Es bedeutet, Betroffene ernst zu nehmen, ihnen Sicherheit und Würde zurückzugeben und ihnen die bestmögliche Unterstützung auf ihrem weiteren Weg zu ermöglichen. Projekte wie dieses sind ein wichtiger Schritt – entscheidend ist, dass solche Angebote langfristig flächendeckend und ausreichend finanziert zur Verfügung stehen.

Einen schönen Donnerstag!

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