Die Besetzung von Intendanz und Präsidentschaft der Salzburger Festspiele ist geschafft. Als Beispiel für Kompetenz und verantwortungsvolle Kulturpolitik wird sie sich nicht in die Festspielgeschichte einschreiben.
Anfang März – Markus Hinterhäuser war noch nicht hinausgeworfen – warf die „Krone“ Peter de Caluwe als hochkarätigen Kandidaten ins Rennen. Der folgende Findungsslalom über das geplatzte Führungsduo Sophie de Lint und Barrie Kosky war entbehrlich. Kein Ruhmesblatt für die von einer Personalberatung unterstützte (!) Findungskommission von vier Profis (?).
Wenn Karoline Edtstadler das Bild vom Festspieldampfer in Seenot bemüht, den „Kapitänin Kristina Hammer“ auch in den nächsten fünf Jahren als Präsidentin auf Kurs halten soll, klingt das nach Seemannsgarn. Die Not ist selbstproduziert. Die Inkompatibilität von Hammer mit Hinterhäuser hatte ihren Anteil. Und: Ein Patent in Hochkultur braucht man in Salzburg offenbar nicht für das Amt.
Zu hoffen bleibt, dass der neue „Erste Offizier“ (Edtstadler) de Caluwe bei Hammers Käpt’ns Dinners manierlich bleibt. Aber auch, dass er ein ebenso hochkarätiges Programm wie Hinterhäuser entwirft, mit dem sie ihre Sponsoren an Land ziehen kann. Salzburg muss Flaggschiff bleiben.
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