Sie haben es tatsächlich geschafft: Die Mannen des SK Rapid haben zum Auftakt der 7. Runde von Österreichs Bundesliga gegen die WSG Tirol mit 3:0 gewonnen und verbuchen mit nunmehr 18 Punkten aus sieben Spielen den besten Saisonstart seit 28 Jahren – 1998 hatte man gar 19 Punkte eingefahren! Damit nicht genug, dürfen sich die Grün-Weißen zumindest bis Sonntag über die Tabellenführung freuen …
Ercan Kara (33.), Bendeguz Bolla (67.) und Nikolaus Wurmbrand (86.) sorgten dafür, dass die Truppe von Coach Johannes Hoff Thorup vor der dreiwöchigen Länderspiel-Pause auch ihr viertes Heimspiel gewann. Die vorerst fünftplatzierten Tiroler halten weiter bei acht Punkten, sieben davon hatten sie in den drei Runden ohne Niederlage zuvor eingefahren.
Kara-Flugkopfball leitete Sieg ein
Die Tiroler starteten in Hütteldorf mutig, störten die Gastgeber früh und hätten beinahe einen Traumstart erlebt: Moritz Wels schloss aus bester Position aber zu schwach ab (5.). Es blieb der einzige WSG-Torschuss vor der Pause.
Die Wiener ließen wie gewohnt den Ball laufen und kamen gefährlich zum Abschluss. Ein Schuss von Yusuf Demir fiel nicht scharf genug aus (18.), ein Kara-Kopfballtor zählte wegen Abseits nicht (24.) und ein Adamsen-Drehschuss ging vorbei (28.). In Minute 33 war der Bann gebrochen. Kara lief nach Horn-Hereingabe in den freien Raum und vollendete via Flugkopfball.
Gleich nach Wiederbeginn rettete die Latte bei einem Demir-Schuss (48.) die WSG vor einer kalten Dusche. Rapid diktierte weiter das Geschehen und drückte. Bei einem Bolla-Volley konnte sich Salko Hamzic auszeichnen, kurz darauf schoss Petter Nosa Dahl WSG-Verteidiger David Gugganig aus kürzester Distanz an der Hand an (59.).
Ein Elfmeterpfiff blieb aus und das änderte sich auch nicht, nachdem Schiedsrichter Harald Lechner die TV-Bilder gesichtet hatte. Erstmals in der Liga wurde dabei die Szene auf den Vidiwalls gezeigt und die Entscheidung danach via Mikrofon verlautet. Die Fans und zahlreiche Klub-Verantwortliche waren erzürnt.
15:1-Tore in Heimspielen
Im Endeffekt fiel die strittige Entscheidung nicht ins Gewicht. Rapid ließ überhaupt nichts mehr anbrennen und machte auch den Sack zu. Die Gastgeber kombinierten sich sehenswert in den Strafraum, wo Bolla nach Adamsen-Vorarbeit traf. Demir (69.) und Wurmbrand (75.) vergaben weitere Möglichkeiten, ehe Letzterer nach Bajlicz-Laufpass kaltschnäuzig auf 3:0 erhöhte. Damit bauten die Wiener ihre Heim-Tordifferenz auf 15:1 aus. Goalie Niklas Hedl wurde in seinem 200. Rapid-Pflichtspiel nicht gefordert.
Das Ergebnis:
SK Rapid – WSG Tirol 3:0 (1:0)
Wien, Allianz Stadion, 18.217 Zuschauer, Schiedsrichter Harald Lechner
Tore: 1:0 (33.) Kara, 2:0 (67.) Bolla, 3:0 (86.) Wurmbrand
Gelbe Karten: Dahl, M. Seidl, Wurmbrand, Horn bzw. D. Gugganig, Boras
Rapid: Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Horn – Bajlicz (87. Schaub), M. Seidl – Y. Demir (87. Tilio), Adamsen (73. M. Haidara), Dahl (73. Wurmbrand) – Kara (83. Mbuyi)
WSG: Hamzic – Murray, Boras, D. Gugganig (78. Kubata), Oswald – Wels (68. Balic), Taferner, Striednig (68. Celic), Olakigbe – Baden Frederiksen (78. Satin), Goiginger (78. Hinterseer)
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