Käfigeier-Diskussion

Herkunftsfrage: Was steckt in unserem Kuchen?

Forum
08.09.2026 18:26

Ob im Kuchen, in Keksen oder der Mayonnaise: Mehr als die Hälfte aller Eier essen wir verarbeitet, doch woher sie stammen, bleibt meist ein Geheimnis. Braucht es endlich mehr Transparenz oder sogar eine Kennzeichnungspflicht für Fertigprodukte?

Obwohl die Käfighaltung von Legehühnern in Österreich seit 2020 ausnahmslos verboten ist und im heimischen Handel bei Frischeiern auch gar nicht mehr vorkommt, landen dennoch regelmäßig Käfigeier auf den Tellern der Österreicherinnen und Österreichern. Der Grund dafür ist ein Import-Schlupfloch: Während frische Eier eine Kennzeichnung tragen müssen, gilt das für bereits verarbeitete Produkte nicht.

Die einzige Ausnahme bilden Lebensmittel, deren Primärzutat (sprich, über 50 Prozent) Eier sind und die Herkunft der Eier von der Aufmachung der Packung abweicht. Wer etwa mit einer rot-weiß-roten Flagge, oder dem Slogan „Hergestellt in Österreich“ wirbt, muss laut EU-Recht offenlegen, wenn die Eier als Hauptzutat eigentlich aus dem Ausland stammen. Ob Käfig-, Boden- oder Freilandhaltung bleibt für Konsumenten bei verarbeiteten Lebensmitteln dennoch ein Geheimnis.

Wie wichtig ist es Ihnen persönlich, beim Kauf von Nudeln, Kuchen oder Fertigsaucen zu wissen, aus welcher Haltungsform die verarbeiteten Eier stammen? Wären Sie bereit, für verarbeitete Produkte mehr zu bezahlen, wenn garantiert nur Eier aus Freiland-Haltung enthalten sind? Welche Art von Kennzeichnung würden Sie sich für die Gastronomie und Bäckereien, wo Fertigzutaten mit Eiern häufig zum Einsatz kommen wünschen?

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