Ein an den Videospiel-Klassiker Tetris erinnerndes Online-Spiel der US-Regierung ist nicht mehr auf einer kürzlich freigeschalteten Website abrufbar. Grund dürften Urheberrechtsverletzungen sein.
Das Weiße Haus hatte in der vergangenen Woche auf einer eigenen Homepage namens „Arcade“ mehrere Spiele im Retro-Stil früherer Spielhallenautomaten veröffentlicht, darunter ein Spiel mit dem Titel „Build The Wall“ (Deutsch: Bau die Mauer). Spieler sollten darin eine Mauer errichten, um die Landesgrenze „vor der heranrückenden Horde“ zu schützen, wie es auf der Webseite hieß.
Das Unternehmen hinter dem Videospielklassiker Tetris hatte direkt nach der Veröffentlichung der Arcade-Seite klargestellt, dass es nicht in die Entwicklung von „Build The Wall“ involviert war und eine deutliche Warnung an dessen Entwickler gerichtet: „Wir nehmen Urheberrechtsverletzungen sehr ernst“. Auch vom Inhalt hatte sich das Unternehmen in seinem Post distanziert: „Bei Tetris glauben wir an die Kraft der Verbindung und daran, Menschen zusammenzubringen, statt sie zu spalten.“
Trump-Politik in Spielhallen-Optik
Ob die Tetris-Macher rechtliche Schritte gegen das Weiße Haus eingeleitet haben oder das Spiel vorsorglich offline genommen wurde, ist nicht bekannt. „Tetris hat keinen Kommentar“, teilte die das Unternehmen vertretende Agentur Miller PR auf Nachfrage des US-Senders CNN am Mittwoch mit.
Auch die weiteren Spiele in grob pixeligen Retro-Design auf der Arcade-Seite inszenieren zentrale Themen der US-Regierung. Ein Spiel namens „Rio Run“ greift ebenfalls die harsche Migrationspolitik der Regierung unter Präsident Donald Trump auf, indem der Nutzer darin als Grenzbeamter Migranten vom Spielfeld sammelt. „Rio Run“, das in etwa funktioniert wie das Handy-Spiel Snake, ist weiterhin online verfügbar.
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