Neue Details zu Deal

Das Leiner-Areal kostet Alpenland 8,15 Millionen

Niederösterreich
10.09.2026 09:15

Seit Kurzem ist bekannt, dass Alpenland die Rossmarkthöfe im Herzen St. Pöltens übernimmt. Nun steht auch fest, wie viel die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft für das ehemalige Leiner-Areal bezahlt. Viele Fragen zur Zukunft des Stadtquartiers bleiben jedoch unbeantwortet.

Das Herz der Stadt hat seinen Preis: 8,15 Millionen Euro beträgt der Kaufpreis für die Rossmarkthöfe im Zentrum St. Pöltens. Weitere konkrete Details nennt die neue Eigentümerin des ehemaligen Leiner-Areals vorerst allerdings kaum.

Viele Fragen bleiben offen
Zu Investitionsvolumen, Zeitplan, Zahl der Wohnungen, möglichen Projektpartnern und der künftigen Bebauung könne man „derzeit noch keine belastbaren Angaben“ machen. Offen bleibt auch, welche Gebäudeteile erhalten werden und wo Abriss und Neubau denkbar wären. Ebenfalls unbeantwortet blieb die Frage, inwieweit sich Alpenland an den früheren Plänen und Visualisierungen der Signa orientieren will oder ob das Areal vollständig neu geplant wird.

Welche Zukunft das traditionsreiche Leiner-Stammhaus hat, ist derzeit noch offen.
Welche Zukunft das traditionsreiche Leiner-Stammhaus hat, ist derzeit noch offen.(Bild: Günther Ledl)

Nach Abschluss des Ankaufs wolle Alpenland in den kommenden Monaten gemeinsam mit der Stadt prüfen, welche Anforderungen an ein modernes und lebendiges Stadtquartier zu berücksichtigen seien. Fest steht bislang nur der bereits angekündigte Nutzungsmix: Neben leistbaren Wohnungen sollen Büros, Gewerbeflächen und ein Hotel entstehen. Auf dem 9082 Quadratmeter großen Areal sind laut Alpenland mindestens 22.500 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche möglich.

Bürgermeister begrüßt neuen Eigentümer
Im Rathaus stößt der Eigentümerwechsel auf Zustimmung. Bürgermeister Matthias Stadler zeigt sich erleichtert, dass nach unterschiedlichen nationalen und internationalen Eigentümern nun „ein regionaler und verlässlicher Partner“ die weitere Entwicklung in der Hand habe. Mit Alpenland habe die Stadt bereits zahlreiche positive Projekte umgesetzt. „Besonders das angesprochene Ziel, hier leistbaren Wohnraum zu schaffen, begrüßen wir“, betont Stadler. Aufgrund seiner zentralen Lage sei das Areal für die Stadtentwicklung besonders relevant.

Die Stadt wünscht sich eine gemischte Nutzung mit Handel, einem Hotel beziehungsweise Gastronomie und Wohnungen. Bei den angekündigten vertiefenden Gesprächen sollen zudem die Nutzung der Frei- und Verbindungsflächen sowie die Parkgarage behandelt werden.

Für das Areal bestehen bereits raumordnungsrechtliche Rahmenbedingungen. Diese will die Stadt nun gemeinsam mit Alpenland besprechen, um möglichst rasch eine Lösung zu erreichen. Wann tatsächlich gebaut wird und wie stark das künftige Quartier noch den früheren Signa-Plänen ähneln könnte, bleibt vorerst offen.

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