Seine Invictus Games sind Prinz Harrys ganzer Stolz – seine ganz persönliche Olympiade für kriegsversehrte und verletzte Soldaten. Doch jetzt bekommt sein Prestigeprojekt einen heftigen Dämpfer: Ein Teilnehmerland hat seine Teilnahme nun aus Solidarität zu König Charles abgesagt! Man habe genug vom „Harry-Meghan-Nonsens“.
Uganda will überraschend bei den Invictus Games nicht mehr mitmachen. Das gab General Muhoozi Kainerugaba, Ugandas Militärchef, höchstpersönlich am Mittwoch auf X bekannt. Man wolle nichts unterstützen, was nicht die Zustimmung des britischen Monarchen habe. Für Harry dürfte diese Ansage ein ziemlich deutlicher Dämpfer sein.
„Um nicht so verstanden zu werden, als wären wir gegen Seine Majestät König Charles III. des Vereinigten Königreichs, den wir zutiefst verehren, zieht sich Uganda hiermit von den Invictus Games zurück“, schrieb Kainerugaba.
Hier ist das Posting im Original eingebunden:
General spricht von „Harry-Meghan-Nonsens“
Noch deutlicher wurde der General gegenüber der britischen Zeitung „The Times“. Demnach erklärte er: „Ich habe Fraktionen im Verteidigungsministerium, die diesen Harry-Meghan-Nonsens unterstützen. Ich musste das sofort unterbinden. Ich unterstütze den Monarchen. Punkt.“
Damit ist klar: Harry bekommt aus Uganda die rote Karte.
Uganda wollte erstmals bei Harrys Spielen antreten
Für den Herzog von Sussex ist die Entscheidung besonders bitter. Erst vor rund zwei Monaten hatte Harry gemeinsam mit Ugandas Verteidigungsminister Kiryowa Kiwanuka in London verkündet, dass Uganda als 26. Nation an den Invictus Games teilnehmen werde.
Die Spiele wurden von Harry ins Leben gerufen und richten sich an verwundete, verletzte und erkrankte Soldatinnen und Soldaten sowie Veteranen.
Ugandas Verteidigungsminister hatte den Einstieg damals als „neues Kapitel“ für die Soldatinnen und Soldaten des Landes gefeiert. Auch Kainerugaba hatte die Teilnahme unterstützt.
Streit um Harry und Meghan sorgt für Ärger
Britische Medien glauben, dass der Grund für den Ausstieg mit der Klarstellung des Buckingham-Palastes zusammenhängen könnte, dass Harry und Meghan nach ihrer Rückkehr aus den USA immer noch als „Private Personen“ gelten.
Der Lord Chamberlain Richard Benyon schickte im Auftrag von König Charles einen Brief an hochrangige Regierungs- und Militärvertreter. Darin wurde noch einmal klargestellt, dass Harry und Meghan keine arbeitenden Mitglieder der britischen Königsfamilie mehr sind.
Ihre Wohltätigkeitsarbeit erfolge privat, ihre Stellung sei mit der von Privatpersonen mit kommerziellen und wohltätigen Interessen vergleichbar. Außerdem dürfen die Sussexes dem Schreiben zufolge ihre früheren „Royal-Highness“-Titel nicht verwenden.
Offenbar löste genau diese neuerliche Klarstellung auch in Uganda Diskussionen aus.
Harry und Meghan empört: Nicht „Privatpersonen“
Prinz Harry und Herzogin Meghan selbst sollen empört über das Schreiben des Lord Chamberlains sein. Sie wollen nicht „Privatpersonen“ genannt werden, sondern sehen sich als „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“.
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