Internationale Aktion

1600 Lkw-Übertretungen in Tirol an nur zwei Tagen

Tirol
10.09.2026 10:28

Eine internationale Schwerpunktaktion zur Überwachung des Schwerverkehrs in Tirol sorgte in den vergangenen zwei Tagen für Aufsehen. Bei der Kontrollstelle Radfeld wurden 600 Lkw kontrolliert, rund 1600 Übertretungen wurden verzeichnet.

Technische Mängel, Verdacht auf Manipulation und Überladung – diese und noch zahlreiche weitere Vergehen wurden in den vergangenen beiden Tagen an der Kontrollstelle Radfeld auf der Inntalautobahn in Tirol verzeichnet.

Eine internationale Schwerpunktaktion zur Überwachung des Schwerverkehrs unter der Teilnahme der europäischen Arbeitsbehörde (ELA) sowie internationale Vertreter der Verkehrspolizei nahmen am Dienstag und Mittwoch daran teil. Unter ihnen waren etwa Vertreter aus Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Kroatien, Slowenien und freilich Österreich aus allen Bundesländern.

(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)

Zeitgleich wurde durch die Tiroler Polizei ein landesweiter Schwerverkehrskontrolleinsatz am hochrangigen Straßennetz abgehalten. Die Kontrollen führten die Finanzpolizei, der Zoll, das Arbeitsinspektorat, der Prüfzug der Asfinag sowie Amtstierärzte und technische Sachverständige des Amtes der Tiroler und Steirischen Landesregierung durch.

Das Ergebnis: Über 1600 Übertretungen wurden verzeichnet – und das an zwei Kontrolltagen. Über 600 Schwerfahrzeuge wurden einer umfassenden technischen Unterwegskontrolle unterzogen.

Oberstes Ziel der Kontrollen ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit, durch die Verhinderung der Weiterfahrt von übermüdeten oder beeinträchtigten Lenkern sowie technisch mangelhaften Fahrzeugen. „Unter Berücksichtigung sicherheits-, kriminal- und fremdenpolizeilicher Aspekte lag ein besonderer Fokus auf der Erkennung und Ahndung von technischen Manipulationen bei Schwerfahrzeugen sowie allfällige Manipulationen im Bereich Lenk- und Ruhezeiten bzw. Fahrtenschreibern“, heißt es seitens der Polizei.

(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)
(Bild: Christof Birbaumer)

Nicht eingehaltene Ruhezeiten Hauptpunkte
Die meisten Übertretungen waren aufgrund nicht eingehaltener Lenk- und Ruhezeiten. Gleich 1150 Mal wurde dies beanstandet. 241 Mal wurden technische Mängel festgestellt. 36 Übertretungen des Gefahrgutbeförderungsgesetzes und 34 Überladungen folgten dahinter.

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Diese gemeinsame Kontrollaktion bietet nicht nur die Möglichkeit, bestehende Vorschriften konsequent zu überprüfen, sondern auch Erfahrungen auszutauschen.

Landespolizeidirektor Helmut Tomac

Anzeigen an Staatsanwaltschaft folgten
74 Mal wurden den Lenkern die Weiterfahrt untersagt. In fünf Fällen stand auch der Verdacht auf Manipulation des Abgasreinigungssystems im Raum. Zehn Kennzeichen wurden zudem vorläufig abgenommen und vier Tiertransporter kontrolliert. Zehn Anzeigen folgten zudem an die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachts der Manipulation von Lenk-- und Ruhezeiten des Fahrzeuges.

„Diese gemeinsame Kontrollaktion bietet nicht nur die Möglichkeit, bestehende Vorschriften konsequent zu überprüfen, sondern auch Erfahrungen auszutauschen, Fachwissen zu bündeln und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu stärken“, sagt Landespolizeidirektor Helmut Tomac. Der Einsatz wurde durch das Innenministerium in enger Abstimmung mit dem Verkehrsministerium und der ELA koordiniert.

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