Daten im Darknet

Nach Hack: Berlin bestätigt Millionenforderung

Digital
02.09.2026 08:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einem tagelangen Cyberangriff auf das Datennetz der Verwaltung der deutschen Hauptstadt Berlin verlangt eine Gruppierung professioneller Hacker von dem Bundesland bis Freitag ein Lösegeld von rund zwei Millionen Euro. Einer Sprecherin zufolge bekannte sich eine Gruppierung namens Rhysida zu der Tat. Sie behaupte, „im Besitz von gestohlenen Daten im Umfang von 5,7 Terabyte zu sein.“

Seit vergangenem Freitag habe die Gruppe die gestohlenen Daten im Darknet im Rahmen einer Versteigerung zum Kauf angeboten. „Das Mindestgebot liegt bei 30 Bitcoins, also rund zwei Millionen Euro. Die Versteigerung läuft bis Freitag“, so die Sprecherin weiter. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Daten im Anschluss weiterveräußert oder ganz oder in Teilen veröffentlicht werden.“

Bereits bekannte, hochprofessionelle Gruppierung
Nach Wissen des Senats handle es sich um eine hochprofessionelle Gruppierung, die mit diversen Cyberattacken auf Ziele in Nord- und Südeuropa, Deutschland und den USA in den vergangenen Jahren in Verbindung gebracht werde. „Erkenntnisse über Verbindungen nach Russland oder gar dem russischen Staat liegen nicht vor, können aber auch nicht ausgeschlossen werden.“

Der Cyberangriff war am 14. August bekannt geworden. Nach bisherigen Erkenntnissen flossen vom 7. bis zum 12. August Daten in großem Umfang ab. Darunter sind auch sensible, also zum Beispiel personenbezogene Daten. Der regierende Bürgermeister der deutschen Hauptstadt, Kai Wegner, erklärte vergangenen Freitag, Berlin lasse sich nicht erpressen.

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