Mit drei verschiedenen Maschen wurden drei Personen im Bezirk Horn (NÖ) horrende Summen abgeluchst. Die Verbrecher feilen an ihren vorgegaukelten Szenarien mit höchster Präzision. Größte Vorsicht ist geboten, die Menschen müssen achtsam sein.
Ein 63-Jähriger aus dem Bezirk Horn wollte investieren und wandte sich (zu) vertrauensvoll an „Experten“ im Internet. Diese bewegten den Mann dazu, von Februar bis Juli viele persönliche Infos herauszugeben, wie etwa Konto- oder Reisepass-Daten. So viele, dass die Betrüger bei einer deutschen Bank einen 50.000-Euro-Kredit in seinem Namen aufnehmen konnten! Jetzt zeigte der Mann den Fall verzweifelt bei der Polizei an.
Noch schlimmer erwischte es eine 73-Jährige aus demselben Bezirk. Sie „ergoogelte“ sich eine Investmentseite, die durch eine prominente Person – eine KI-generierte Fälschung – beworben wurde. Nach Herausgabe ihrer Daten wurde die Frau auch zu Einzahlungen von 250 bis 5000 Euro überredet, die sie auf Konten in Europa überwies. Beim Einrichten der Plattform auf ihrem Computer wurde sie von den Tätern auch per Fernzugriff unterstützt! Nachdem ihre „angelegten“ Geldbeträge bald rasche und hohe Gewinne brachten, ließ sie sich 4000 Euro ohne Probleme auszahlen. Damit wurde die Frau richtig angestachelt: Es folgten 21 Überweisungen in Gesamthöhe von 183.500 Euro! Dann war es mit den Auszahlungen vorbei. Erst viel zu spät roch die 73-Jährige Lunte und zeigte den Betrug, der sich zwischen 3. Juni und 11. August ereignete, an. Die Ermittlungen laufen.
Einen Anruf von „Sicherheitsmanagern einer Bank“ erhielt eine weitere Person aus dem Bezirk. Sie teilten dem Opfer mit, dass größere Bargeldbewegungen auf dem Konto verzeichnet worden wären. Dann musste es mittels einer ID-App eine Freigabe durchführen, der Einstieg ins Internetbanking war nicht notwendig. In der Folge wurden viele Geldrückholungen vorgespielt und ein persönlicher Banktermin ausgemacht, der oft verschoben wurde. Traurige Ernüchterung nach Kontakt mit der echten Bank: 32.600 Euro sind fort!
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