Das Land Burgenland hat in den vergangenen Monaten den Darlehensstand um 105 Millionen Euro gesenkt. Mehr Effizienz in der Verwaltung soll zusätzliche Einsparungen bringen.
Heute überweist das Burgenland 57,2 Millionen Euro an die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur, um ein Darlehen vorzeitig zu tilgen. In den vergangenen Monaten wurden damit insgesamt rund 105 Millionen Euro an Schulden abgebaut. Der Darlehensstand des Landes beträgt nun rund 550 Millionen Euro. Nicht enthalten sind darin Verbindlichkeiten der Landesunternehmen.
Doskozil verweist auf klaren Budgetpfad
Für Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) ist das ein Beleg dafür, dass die Umsetzung des im Vorjahr beschlossenen Stabilitätspakets planmäßig verläuft: „Wir haben einen klaren Budgetpfad festgelegt und halten ihn ein.“ Schulden sollen weiter abgebaut werden: Der Darlehensstand von aktuell rund 550 Millionen Euro soll bis Jahresende um weitere 20 Millionen Euro sinken. Doskozil verweist auch auf das Haushaltsstabilitätsgesetz, das die direkte Landesverschuldung bis 2028 mit 600 Millionen Euro begrenzt. Ausgenommen davon ist die Gesundheitsversorgung. „Wir sparen, wo es vernünftig ist, aber nicht bei Leistungen, auf die die Menschen angewiesen sind“, so Doskozil.
Sparen beim Personal und neue Strukturen
In der Verwaltung wird aber an mehreren Stellschrauben gedreht. So gibt es beim Personal einen „Aufnahmestopp, bis auf begründete Ausnahmen“. Seit dem Vorjahr wurden rund 1,8 Millionen Euro eingespart. Hinzu kommen neue Strukturen in der Baudirektion sowie im Bereich Bildung und Kultur. Deutlich reduziert wurden der Sachaufwand in der Verwaltung – um 24 Prozent seit 2022.
Thema sind die Landesfinanzen bei der Sondersitzung des Landtages am 2. September. Doskozil will dabei der Opposition Rede und Antwort stehen.
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