Schwerer Vorwurf des Amtsmissbrauchs gegen eine Finanz-Angestellte (57) aus Tirol! Die Frau landete vor Gericht, weil sie mehrfach Daten ausgespäht haben soll – vermutlich aus reiner Neugier.
Exakt 30 Abfragen bei neun Personen – so oft rief die Tirolerin, die bis 2025 im Finanzamt Innsbruck tätig war, zwischen Dezember 2021 und Juni 2024 personenbezogene Daten im internen Abgabeninformationssystem ab. Laut Staatsanwaltschaft gab es weder die Zustimmung der Betroffenen noch habe ein dienstliches Erfordernis dafür bestanden.
„Nur helfen und unterstützen wollte“
Vor Richter Michael Böhler und den Schöffen argumentierte die Angeklagte, dass sie „nur helfen und unterstützen wollte“. Aufforderungen dazu konnte sie aber – bis auf einen Fall – nicht nennen. Man habe die Frau gebeten, im Zuge eines Steuerausgleichs „zu schauen, ob wir die geltend gemachten Begräbniskosten zurückerstattet bekommen“, sagte eine Zeugin entlastend.
In allen acht weiteren Fällen blieb das Motiv aber weitestgehend schleierhaft – war es Neugier? Statt der erhoffen Diversion setzte es sechs Monate bedingte Freiheitsstrafe und 5400 Euro unbedingte Geldstrafe – rechtskräftig.
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