Michael Griesser sitzt einem internationalen Gremium der Vereinten Nationen als starke Stimme für andere Jugendliche und ihre mentale Gesundheit – die oftmals nur ein Randthema ist.
Schon Erwachsene tun sich aktuell schwer, die zahlreichen, besorgniserregenden Krisen und globalen Veränderungen einzuordnen – und auch psychisch damit fertig zu werden.
Viele Probleme, wenig Gehör
Und diese Herausforderungen stellen auch junge Menschen teils vor mentale Schwierigkeiten. „Kinder und Jugendliche wachsen in eine Welt hinein, die sich gerade enorm schnell verändert. Gleichzeitig müssen sie mit den Folgen vieler heutiger Entscheidungen besonders lange leben – und trotzdem werden sie noch immer viel zu selten gefragt“, hält Michael Griesser fest. Der 20-jährige Klagenfurter ist einer von 16 jungen Menschen, die sich im Unicef-Gremium „Global Child and Youth Mental Health Council“ für ihre Generation starkmachen. Das Gremium beschäftigt sich mit den aktuellen Problemen der globalen Jugend und macht auch auf die psychische Gesundheit von jungen Menschen aufmerksam.
Junge Menschen werden oft gefragt, wie es ihnen geht, doch viel seltener, was sich konkret ändern muss.
Michael Griesser
„Psychische Gesundheit ist kein Randthema und kein Thema für einige wenige. Früher oder später kommt jeder Mensch damit in Berührung – bei sich selbst oder im eigenen Umfeld. Deshalb gehört sie in die Mitte unserer Gesellschaft und nicht an deren Rand“, sagt Griesser.
Seit Jahren im Einsatz für die Jugend
Der 20-Jährige bringt auf dem Gebiet auch schon einiges an Erfahrung mit. Immerhin engagiert sich der gebürtige Klagenfurter seit mehreren Jahren in der Jugendvertretung und setzt sich für seine Generation ein. Ein schwerer Kampf, wie der Stundet der Rechts- und Betriebswissenschaften betont, denn „junge Menschen werden oft gefragt, wie es ihnen geht, doch viel seltener, was sich konkret ändern muss. Und noch seltener dürfen sie bei diesen Entscheidungen tatsächlich mit am Tisch sitzen. Genau das möchte ich ändern.“
Gemeinsam mit den anderen Gremiumsmitgliedern möchte der Klagenfurt dafür Sorge tragen, dass auch endlich die Jugend zu Wort kommt und ernster genommen wird.
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