Oliver Glasner hat bei seinem neuen Klub Nottingham losgelegt – doch im bewährten Trainerteam fehlt ein Mann: Ronnie Brunmayr! Der 51-Jährige über das für viele überraschende Engagement des Star-Trainers bei „Forest“, warum er selbst das Trainerteam verlassen hat, die Trophäen-Zeit bei Crystal Palace und seine Zukunftspläne.
„Ein historischer Klub mit toller Fanbase, ein sehr ambitionierter Besitzer, der den nächsten Schritt machen will, die Mannschaft sieht sehr spannend aus: Das waren die Hauptgründe, warum ich mich für Nottingham entschieden habe“, so Oliver Glasner auf „Sky“ über „Forest“, wo er nun loslegte. Während etwa Michael Angerschmid oder Mike Berktold weiterhin Teil des Trainerteams sind, ist ein Mann nicht mehr dabei: Ronnie Brunmayr, der BW Linz 2021 zum Meister der 2. Liga machte, der mit Glasner beim LASK arbeitete und mit ihm bei Frankfurt sowie Crystal Palace Trophäen sammelte.
Brunmayr (51), der den um ein halbes Jahr älteren Glasner schon aus Spielerzeiten bestens kennt, über:
Das Ende der Zusammenarbeit: „Ich hatte das unabhängig vom künftigen Klub schon zu Weihnachten entschieden. Ich wollte nicht, dass bei Palace ein Wirbel entsteht und hab’s nicht einmal Oli oder Michi Angerschmid gesagt.“
Die Gründe: „Die Zeit war nach acht Jahren reif. Die Hülle ist mit Frankfurt und Crystal Palace immer schön, aber du bist trotzdem in einem Arbeitsprozess drinnen. Bei 60 Spielen im Jahr bleibt wenig Zeit für Trainingsarbeit und ist weniger Arbeit für Assistenztrainer übrig. Ich hab’ mich im Konstrukt nicht mehr wohlgefühlt, wollte ausbrechen, will nach Möglichkeiten als Cheftrainer schauen.“
Glasner zu Nottingham: „Viele ’Große’ hatten den Coach schon gewechselt, als er noch unter Vertrag war – und nachdem klar war, dass er jetzt keine Pause braucht, ihm Namen oft weniger wichtig sind als das Projekt und Nottingham schon vor Palace Thema war, ist’s nicht überraschend.“
Die Zeit bei Crystal Palace: „Der Gewinn des FA Cups steht mit Siegen über Villa, Fulham, ManCity über dem der Conference League, die du als Premiere-League-Klub mal gewinnen kannst. In der Liga war’s so lala – aber am Ende zählen Titel.“
Glasners Qualitäten: „Er macht’s einfach stark, bringt seine Ideen glaubhaft und transparent rüber, ist konsequent und beharrlich, die Spieler tun alle, was zu tun ist – egal ob Götze, Kolo Muani, Eze, Olise, Mateta.
Die Arbeit mit Weltstars: „Ihre Qualitäten sind besonders und alle sind sehr unkompliziert, respektvoll, willig für Inputs, nehmen sich nicht zu wichtig, sondern arbeiten im Dienst des Teams – sonst wären solche Erfolge nicht möglich.“
Seine Zukunft: „Ich brauche Abstand, wollte bewusst nicht Mitte Juni wieder auf dem Platz stehen, aber will Cheftrainer sein. Mal schauen, ob sich im Herbst etwas ergibt.“
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