Grillen hat derzeit Hochsaison. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat daher einige Produkte wie Wurst- und Fleischwaren wie Knacker und Käsekrainer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist durchwachsen.
So enthalten Speck, Knacker und Käsekrainer in der Regel Nitritpökelsalz. Oft sei dieses auch in speziell zum Grillen angebotenen Würsteln enthalten, teilten die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer in einer Aussendung mit. „Nitritpökelsalz hat in vielen Fällen seine Berechtigung. So wird es unter anderem aus Gründen der Lebensmittelsicherheit eingesetzt, da es das Wachstum bestimmter unerwünschter Mikroorganismen hemmt (...). Aber bei hohen Temperaturen können Nitrosamine entstehen, die potenziell krebserregend sind“, sagte VKI-Ernährungswissenschaftlerin Birgit Beck.
Bratwürstel sollten dieses Salz nicht enthalten. Auf der Zutatenliste muss Pökelsalz angeführt werden. „Die Angabe Natriumnitrit oder die Bezeichnung E 250 zeigen an, dass es sich um ein gepökeltes Produkt handelt“, sagte Beck weiter. Ob die als krebserregend verdächtigten Substanzen gebildet werden, hängt von Rezeptur, Nitritgehalt, Zusatzstoffen (zum Beispiel Ascorbat), Grilltemperatur und Bräunungsgrad ab. Die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) empfiehlt, gepökelte Fleisch- und Wurstwaren allgemein möglichst nicht zu grillen.
Vorsicht bei Alu
„Generell empfiehlt es sich auch für Grillgut ohne Nitritpökelsalz, dieses nicht zu stark zu erhitzen und möglichst mit indirekter Hitze zu grillen. Dadurch lässt sich auch die Bildung anderer unerwünschter Stoffe reduzieren“, rät Beck. So können beispielsweise polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen, wenn Fett in die Glut tropft und verbrennt. Laut dem VKI soll Grillgut auch nicht direkt auf Alufolie mit salzigen oder säurehaltigen Zutaten wie Tomaten oder Zitronensaft zubereitet werden, da Aluminium in die Lebensmittel übergehen kann. Besser sei es, die Speisen in Gemüseblätter einzuwickeln oder in Grilltassen zu geben.
Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) mussten 2024 ungefähr 700 Menschen in Österreich nach Grillunfällen im Krankenhaus behandelt werden. Gefahrenquellen waren etwa flüssige Brandbeschleuniger wie Brennspiritus (Verbrennungen) und das Verwenden von Gas- und Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen (Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftung).
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