Riesige Rauchsäule

Abfall-Brand legte Verkehr zwischenzeitlich lahm

Wien
04.07.2026 07:40

Riesige Rauchwolken verdunkelten am frühen Freitagabend den Himmel über der Wiener Donaustadt. Eine Abfallverwertung stand in Flammen, die Südosttangente musste gesperrt werden. Der Brand war am späten Abend bereits unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten dauerten aber bis in die Morgenstunden an. Der ohnedies starke Freitagsverkehr kam zwischenzeitlich zum Erliegen.

Gegen 18 Uhr geriet die Abfallverwertungsanlage im Umfeld der Gotramgasse in Brand. Sofort rückte die Berufsfeuerwehr Wien zum Großeinsatz aus. „Wir sind mit 31 Fahrzeugen und 120 Mann im Einsatz“, so Christian Feiler, Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien. Zwischenzeitlich wurde Alarmstufe 4 ausgelöst.

(Bild: „Krone“-Leserreporter)
(Bild: Hermann Mossgöller)
(Bild: Elvis Ljaic)
(Bild: „Krone“-Leserreporter)

Es gelang, ein Übergreifen des Feuers auf den Sondermüllbereich zu verhindern und den Brand auf das Gebäude zu begrenzen. Es sei daher nicht von besonders gefährlichen Dämpfen auszugehen.

Tunnel Stadlau gesperrt, Einschränkungen bei ÖBB
Die Rauchsäule war insbesondere auch von der Südosttangente gut zu sehen, aber auch Fahrgäste der U2 konnten den Brand während der Fahrt beobachten. Auf der A23 bildete sich rasch ein Stau, die Tangente musste zwischen dem Knoten Kaisermühlen und dem Stadlauertunnel in beiden Richtungen gesperrt werden, die Sperre sollte noch bis mindestens 23.30 Uhr andauern. Die U2 hielt nicht bei der Station Stadlau, gegen 20 Uhr wurde die Beschränkung aber aufgehoben.

Auch bei den ÖBB gab es Behinderungen: Zwischen Hauptbahnhof und Wien Aspern Nord waren bis 23.59 Uhr keine Fahrten möglich, Fernverkehrszüge würden umgeleitet, hieß es auf der Homepage der ÖBB. Es komme zwischen Wien Hauptbahnhof und Wien Aspern Nord zu Zugausfällen und Verspätungen bis zu 60 Minuten. Nach Mitternacht war die Sperre aufgehoben.

In der Müllhalle dürften sich beim Ausbruch des Feuers keine Menschen aufgehalten haben. Laut der Wiener Berufsrettung, die ebenfalls mit einem Großaufgebot an Ort und Stelle war, gab es keine Verletzten. Auch am späten Abend war die Rauchentwicklung teilweise sehr stark. Für die Tausenden Besucher des Donauinselfestes bestand zu keiner Zeit Gefahr. 

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