Je höher die Temperaturen, desto höher der Wasserverbrauch. Dazu kommen Starkniederschläge in den Quellgebieten in Niederösterreich und der Steiermark. Die Stadt Wien kämpft nun mit Maßnahmen gegen eine Wasserknappheit – und schränkt den Verbrauch ein.
Gleich vorweg: Niemand muss in Wien Angst haben, dass bald kein Wasser mehr aus der Leitung kommt. Doch auch Österreichs Hauptstadt muss den Wasserverbrauch einschränken, so wie wir das eher aus anderen Bundesländern kennen. Der Grund ist klar: die Hitze.
Tagesverbrauch 45 Prozent über Durchschnitt
„Seit Mitte Juni liegen die Temperaturen vielfach deutlich über 30 Grad Celsius. Der tägliche Wasserbedarf beträgt aktuell bis zu 580.000 Kubikmeter und liegt damit rund 45 Prozent über dem durchschnittlichen Tagesverbrauch“, erklärt Klima-Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Und weiter: „Aufgrund möglicher Starkniederschläge in den Quellgebieten in Niederösterreich und der Steiermark in den kommenden Tagen kann es jedoch vorübergehend zu Einschränkungen bei der Nutzung einzelner Quellen kommen. Bei starken Regenfällen können Quellen getrübt sein und müssen zeitweise vom Versorgungssystem genommen werden, um die hohe Qualität des Trinkwassers sicherzustellen.“
Erste Maßnahmen gesetzt
Das hat Folgen – vor allem, wenn man sich nicht darum kümmert. Die Stadt Wien setzt jetzt allerdings Maßnahmen, um das zu verhindern. Und die werden sich vorübergehend im Stadtbild bemerkbar machen. Der Stadtrat weiter: „Die städtischen Dienststellen reduzieren ihren Wasserbedarf, wo dies ohne wesentliche Einschränkungen möglich ist. Unter anderem wird die Straßenreinigung vorübergehend ohne Wasser durchgeführt und die Bewässerung von Grünflächen eingeschränkt.“
Trinkbrunnen, Bäder, Wasserspielplätze und weitere Kühlungsangebote bleiben weiterhin in Betrieb. Appell der Stadt an alle Wiener: „Auch die Bevölkerung sowie Betriebe und Institutionen können durch einfache Maßnahmen Trinkwasser sparen. Dazu zählen etwa vorübergehend das Befüllen von Pools zu vermeiden, auf Fahrzeugwäsche zu verzichten und Haushaltsgeräte möglichst effizient zu nutzen.“
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