Tierquälerei erfunden?

22-Jährige musste nach Sorge um Katze vor Gericht

Gericht
19.08.2026 18:30
Porträt von Carola Leonie Müller
Von Carola Leonie Müller

Eine junge Frau zeigte ihre Cousine wegen Tierquälerei an. Die 22-Jährige beobachtete, wie die Besitzerin mit ihrem Haustier umsprang: „Es wurden auch Schuhe nach der Katze geworfen.“ Statt der Samtpfote zu helfen, musste sie sich aber nun selbst vor Gericht für ihre Aussage verantworten.

Eigentlich hatte sich die 22-Jährige nur Sorgen um die Katze gemacht, doch nun stand sie selbst vor Gericht in Wien. Im Mai zeigte sie ihre Verwandte bei der Polizei an. Diese würde eigenes Haustier vernachlässigen und misshandeln. Nach einem Ermittlungsverfahren kam die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss: Falschaussage und Verleumdung.

22-Jährige beharrt auf Aussage
„Ich habe gesehen, dass es der Katze nicht gut ging“, beharrte die Angeklagte und schilderte vor Gericht ausführlich das Leid des Tieres. „Vor einem Jahr habe ich gesehen, dass sie überhaupt kein Futter bekommt“, erzählt die Frau, „Ich habe ihr dann selbst etwas zu essen gekauft.“

Katze alleine ohne Futter zu Hause gelassen
Das habe ihr einige Monate später auch eine gemeinsame Freundin erzählt. Sie berichtete nämlich, dass die Cousine mehrere Tage weggefahren sei und ihr Haustier einfach alleine in der Wohnung gelassen habe – ohne Versorgung sicherzustellen. 

Zitat Icon

Es wurden auch Schuhe nach der Katze geworfen.

22-jährige Angeklagte machte sich Sorgen

Da entschied sich die 22-Jährige, zur Polizei zu gehen. Auch weil ihre Cousine immer wieder Suchtgift konsumierte – und darunter litt die Samtpfote besonders. Zum Schluss musste das Tier sogar seinen eigenen Kot fressen. 

Richter und Staatsanwalt glauben der Angeklagten
Im Wiener Landesgericht wird kurzer Prozess gemacht. Nach nicht einmal 20 Minuten sind sich Richter und auch Staatsanwalt einig: Sie glauben der besorgten Tierfreundin. Also gibt es einen Freispruch für die junge Frau. Ob nun Ermittlungen gegen die Cousine wegen Tierquälerei aufgenommen wurden, ist unklar. 

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