Wiens Poser-Szene lässt sich von Kontrollen einfach nicht beeindrucken. Beim vierten Planquadrat in wenigen Wochen fanden Prüfer abermals illegal umgebaute Fahrzeuge – Karossen, die schlicht nicht hätten fahren dürfen. Die Bilanz: 73 Anzeigen, 27 Organmandate, 15 schwere Mängel. Lerneffekt: keiner.
Wieder Wochenende, wieder Rotenturmstraße, wieder röhrende Motoren. Und wieder warteten die Beamten bereits. Zum vierten Mal innerhalb kurzer Zeit führte die Polizei gemeinsam mit der Gruppe Sofortmaßnahmen, mehreren Magistratsabteilungen und dem AMS ein groß angelegtes Planquadrat gegen Wiens Poser-Szene durch. Das Ergebnis des Wochenendes: 73 Anzeigen, 27 Organmandate, 89 Alkohol-Vortests. Vier Aktionen, Hunderte Strafen – und die Szene macht unbeirrt weiter.
Illegal frisiert – und immer noch unterwegs
Acht Fahrzeuge wurden der Landesfahrzeugprüfstelle vorgeführt. Die Experten fanden 15 schwere technische Mängel – plus einen mit Gefahr im Verzug. Bedeutet: Auch beim vierten Anlauf düsten Fahrer mit illegal umgebauten, technisch nicht zugelassenen Karossen zum Angeben durch die City. Als hätte es die drei vorangegangenen Planquadrate mit insgesamt mehr als 220 Anzeigen nie gegeben. Man fragt sich unwillkürlich, was in diesen Köpfen vorgeht.
Wann kapieren sie es endlich?
Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP), der die Aktionen von Anfang an unterstützte: „Rücksichtsloses Verhalten, überhöhter Lärm und gefährliche Fahrmanöver haben keinen Platz. Wer die Sicherheit anderer gefährdet, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen.“
Walter Hillerer von der Gruppe Sofortmaßnahmen ergänzt: „Gemeinsam mit den beteiligten Dienststellen wird gehandelt, sobald die Sicherheit gefährdet ist.“ Die nächste Aktion kommt bestimmt. Die Frage ist nur, ob die Szene das bis dahin kapiert.
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