Immer noch laufen die Ermittlungen nach dem folgenschweren Kabelbrand im Wiener S-Bahn-Netz auf Hochtouren. Wie berichtet, hatte das Feuer in der Nacht auf Donnerstag im Bereich Praterstern weitgreifende Folgen. Nicht nur müssen 20 Kilometer Kabel getauscht werden, für die Fahrgäste hat der Vorfall massive Probleme zur Folge.
Ausgeschlossen werden konnte bislang, dass jemand den Brand gelegt hat, es gibt keine Anzeichen für Vandalismus. „Was genau diesen Brand ausgelöst hat, muss noch untersucht werden“, sagte ÖBB-Sprecherin Judith Winder.
Der Feuerwehreinsatz hatte am Donnerstag gegen 1.30 Uhr begonnen. Betroffen ist ein Stellwerk, das neben dem Bahnhof Praterstern auch Gleisanlagen in den Bahnhöfen Wien-Mitte und Wien-Rennweg steuert. Deshalb könne der Bereich um den Praterstern auch nicht angefahren werden.
Die beschädigten Kabel wurden in der Nacht auf Freitag entfernt. „Neue Kabel sind bereits angeliefert und werden nun verlegt“, sagte Winder. Die Instandsetzungsarbeiten nach dem Brand werden zumindest noch bis zum Beginn der ohnehin ab 7. September geplanten Hauptsperre der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Wien-Hauptbahnhof und Wien-Praterstern andauern.
Diese Sperre gilt bis Oktober 2027. Deshalb gilt seit heute, Freitag, der vorbereitete Notfahrplan. ÖBB-Tickets werden auf den betroffenen Strecken bei den Wiener Linien anerkannt.
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