Mittelmeer wird wärmer

„Fleischfressende Bakterien“ breiten sich aus

Ausland
11.08.2026 10:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Mittelmeer wird tropischer – und mit der Hitze breiten sich zunehmend Räuber, Giftfische und andere invasive Arten auch in Richtung Adria, Italien, Frankreich und Spanien aus. Auch die Gefahr durch sogenannte „fleischfressende Bakterien“ wird größer, warnen italienische Infektiologen. 

Bereits vor 21 Jahren haben italienische Forscher den Erreger Vibrio vulnificus zwischen Sizilien und Kalabrien nachgewiesen. Doch erst mit den steigenden Wassertemperaturen im Mittelmeer wird nun das Problem akuter – vor allem in leicht salzhaltigen Küstengewässern.

Matteo Bassetti vom Universitätsklinikum San Martino in Genua beschäftigt sich mit der Vibrionen-Ausbreitung und warnt vor dem Baden mit offenen Wunden, Abschürfungen und frisch gestochenen Tätowierungen. Denn durch solche Öffnungen gelangen die gefährlichen Keime in den Organismus. Aber auch der Verzehr roher oder nicht ausreichend gegarter Meeresfrüchte, insbesondere Austern, stellt ein potenzielles Risiko dar.

Was die Bakterien im Körper alles anrichten können
Im Körper eines betroffenen Menschen können die Bakterien schwere Wundinfektionen, eine Blutvergiftung (Sepsis) und in seltenen Fällen eine nekrotisierende Fasziitis – Absterben von Gewebe – verursachen. Besonders gefährdet sind Menschen mit Lebererkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem.

Auch in den USA haben zuletzt Gesundheitsbehörden in Florida Alarm geschlagen. Bis zum 30. Juli wurden dort zwölf Infektionen und ein Todesfall im Palm Beach County registriert. Hinzu kommen zwei weitere Todesfälle und 14 Infizierte im Bundesstaat sowie fünf Todesfälle im Bundesstaat Louisiana. Diese Zahlen folgen auf 33 Fälle mit fünf Todesopfern im Jahr 2025 und einen starken Anstieg im Jahr 2024, als die Zahl der Infektionen in Florida auf 82 stieg und 19 Menschen starben.

In den USA gibt es durchschnittlich rund 100 Fälle pro Jahr, etwa ein Drittel davon endet tödlich. In Europa wurden bisher vor allem in der Ostsee vermehrt Infektionen registriert.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung