Das Fördersystem für Photovoltaik-Anlagen könnte bald Geschichte sein, kündigte Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) an. Stattdessen gehe es in Zukunft darum, die Anlagen „intelligent“ zu nutzen. Die Gelder aus dem Fördertopf sollen hingegen umgeleitet werden.
Beim letzten PV-Fördercall waren die verfügbaren Mittel schon nach 33 Sekunden (!) vergeben. 28.000 Anträge wurden gestellt, nur knapp 3000 davon bekamen eine Förderung. Das aktuelle Fördersystem passe „nicht mehr zu den heutigen Notwendigkeiten“, hatte Energiestaatssekretärin Zehetner schon vor mehreren Wochen erklärt.
Zehetner sieht jetzt kein Nachfrage-Problem bei PV-Anlagen mehr, das der Staat durch Förderungen ankurbeln müsste. In den vergangenen Jahren seien die Kosten für PV-Anlagen um etwa 90 Prozent gesunken, erklärte sie am Donnerstagabend in der „ZIB 2“. Die meisten Österreicher würden inzwischen auch ohne Förderung in diese Anlagen investieren, zeigte sich die Staatssekretärin überzeugt.
Wichtig sei jetzt stattdessen, die rund 600.000 Anlagen in Österreich „intelligent“ in das Stromnetz zu integrieren, sagte die Staatssekretärin. Wo etwa „sicherlich“ noch Anreize notwendig seien, sei die Kombination von PV-Anlage und Speicherbatterien. „Wir müssen gerade auch dort, wo es Photovoltaik-Anlagen ohne Speicher gibt, dafür sorgen, dass diese in Zukunft nachgerüstet werden“, so Zehetner.
Man überlege jetzt deswegen, ob in Zukunft statt der PV-Anlagen der Förder-Fokus auf Speicher liegen sollte, kündigte die Staatssekretärin an. Aktuell werde gemeinsam mit der Branche an einem neuen System gearbeitet. Im Oktober solle dieses dann präsentiert werden.
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