Jetzt ist es raus:

So hoch ist Luxuspension für den ORF-Gagenkaiser

Medien
14.08.2026 14:40

Der Ruhestands-Vertrag des freigestellten Wohltätigkeitschefs am Küniglberg, Pius Strobl, hat es in sich. 

Als Gagenkaiser im ORF-Zentrum kassierte der 70-Jährige zuletzt knapp 33.500 Euro pro Monat. Mehr als der Bundespräsident und sein früherer Chef Roland Weißmann. Auch aufgrund seiner möglichen privaten Nähe zur Chat-Affäre des gestürzten Ex-Generaldirektors wurde Pius Strobl dann freigestellt.

Doch der einstige Wohltätigkeitschef hat ab 1. Jänner 2027 gut lachen. Denn dann ist Zahltag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

5000 Euro monatlich
Die ORF-Firmenpension – zusätzlich zur staatlichen Rente – macht 5000 Euro pro Monat aus. Nach dem Tod wird weiter an die Witwe und die drei Kinder ausbezahlt. Insgesamt wurden dafür 2,4 Millionen Euro Rückstellung gebildet.

Zentral sind zwei Verträge, die vom ORF mit einer Feststellungsklage beim Arbeitsgericht bekämpft werden. In Kurzform:

Im Dezember 2010 – Strobl musste da schon das Unternehmen wegen einer Abhöraffäre verlassen – gibt es die Zusage vom damaligen ORF-General Alexander Wrabetz 480.000 Euro in die firmeninterne Pensionskasse einzuzahlen.

April 2012 – sechs Jahre bevor Strobl wieder auf den Küniglberg zurückkehrt – kommt es zur „Neufassung/Ergänzung der Vereinbarung zur freiwilligen Pensionszusage des ORF“. Unter „streng vertraulich“ heißt es, dass Strobl ab dem 60. Lebensjahr monatlich eben die 5000 Euro bekommt. Interessant: Ex-ORF-Chef Weißmann erhält nach 32 Jahren im Unternehmen „nur“ 2000 Euro Firmenpension.

Keine besten ORF-Freunde mehr: Strobl und Wrabetz
Keine besten ORF-Freunde mehr: Strobl und Wrabetz(Bild: APA/Starpix / A. Tuma)

„Ich bestreite diese Zusage“
Obwohl alle fünf Seiten des brisanten Dokuments mit Initialen paraphiert sein sollen und am Ende beide unterschrieben haben, bleibt Rapid-Präsident Wrabetz dabei: „Ich bestreite diese Pensionszusage.“

Der künftige Luxuspensionist Strobl hat indes angekündigt, ebenfalls zu klagen, wenn ab 2027 kein Geld fließt. Dabei geht es auch um die Frage, ob ihm die Pension der letzten zehn Jahre zusteht. Eines ist fix: Die Altlasten kommen den ORF teuer zu stehen ...

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