Heiß und immer heißer

Hitze in Österreich: Alter Juni-Rekord gefallen

Österreich
27.06.2026 17:27

Das wohl heißeste Juni-Wochenende seit Messbeginn hat einen schweißtreibenden Start hingelegt. Denn bereits in der Nacht auf Samstag wurden in mehreren Regionen neue Hitzerekorde aufgestellt. Am Samstagnachmittag wurde dann der bisherige Juni-Rekord (38,6 Grad) pulverisiert. Sogar die 39-Grad-Marke wurde überschritten.

„Sowohl in Retz als auch auf der Jubiläumswarte in Wien war die vergangene Nacht die jeweils wärmste seit Messbeginn, mit einem Tiefstwert von exakt 24,9 Grad“, teilte Konstantin Brandes, Meteorologe der Unwetterzentrale, gegenüber der „Krone“ mit.

Mehrere Stationen mit neuen Rekorden
Auch an acht weiteren Stationen wurden neue Rekorde für die wärmste Juni-Nacht verzeichnet: Bernstein (Burgenland) mit 22,8 Grad, Brenner (Tirol) 17,1 Grad, Mönichkirchen (Niederösterreich) mit 21,1 Grad, Obergurgl (Tirol) mit 13,9 Grad, Nauders (Tirol) mit 16,5 Grad, Jauerling (Niederösterreich) mit 22,7 Grad, Rudolfshütte (Salzburg) mit 13 Grad und Preitenegg (Kärnten) mit 18,1 Grad.

Schon in der Nacht auf Freitag habe es einen neuen Rekord gegeben, so Brandes. „Gestern gab es mit 25,2 Grad schon in den Leiser Bergen einen neuen Rekord für die wärmste Juni-Nacht an dieser Station (Messbeginn 1948) und auch für ganz Niederösterreich.“

Absoluter Nachtrekord bei 26,9 Grad
Weit entfernt ist der absolute Rekord für Österreich nicht mehr. Denn dieser liegt bei 26,9 Grad, „gemessen als Tiefstwert in der Wiener Innenstadt am 23.7.2015“, so der Meteorologe. „Dieser noch immer gültige Rekord könnte in den kommenden Nächten geknackt werden.“

Alter Juni-Hitzerekord „eingeäschert“
Hoch und immer höher kletterte auch im Laufe des Samstags die Thermometermarke. Der alte Juni-Hitzerekord mit 38,6 Grad, aufgestellt am 20. Juni 2013 in Waidhofen an der Ybbs, wurde quasi „eingeäschert“. Am Nachmittag wurde in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich ein Wert von 39,3 Grad gemessen. Dahinter folgten Wien-Stammersdorf mit 38,8 Grad, Wieselburg (Niederösterreich) mit 38,6 Grad, Wien – Innere Stadt und Innsbruck mit jeweils 38,7 Grad. 

Anstieg bei Zahl der Rettungseinsätze
Die Hitze schlägt sich auch bei der Zahl der Einsätze der Rettungsorganisationen nieder. So meldete etwa die Wiener Berufsrettung am Samstag ein Plus von etwa 15 Prozent bei der Zahl der Rettungseinsätze. 

Auffallend sei, dass die hitzebedingten Einsätze nicht mehr nur ältere Menschen und vulnerable Gruppen betreffen, erklärte ein Sprecher. „In der Großstadt Wien müssen auch gesunde Menschen auf die Temperaturen achten“, sagte er. Empfohlen wird daher einmal mehr, viel zu trinken – Alkohol zählt aber nicht dazu.

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