„Er ist traurig“

Trump hofft, dass seine Sprecherin doch bleibt

Außenpolitik
13.08.2026 22:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit Monatsende wird Trump-Sprecherin Karoline Leavitt ihr Amt zurücklegen. Sie gilt als unerschütterliche Unterstützerin des US-Präsidenten. Dieser hofft laut einem hochrangigen Regierungsbeamten, dass sich Leavitt doch noch entscheide, zu bleiben. „Er ist traurig darüber, Karoline gehen zu sehen“, sagte dieser.

Trump hat sich demnach noch nicht entschieden, wer auf die 28-Jährige folgen wird. Er hatte Leavitt immer wieder für ihre Arbeit gelobt. Offiziell soll es auch weiter eine Verbindung zwischen seiner bisherigen Sprecherin und ihm geben. Leavitt werde zu einer seiner „wichtigsten externen Beraterinnen und eine einflussreiche Stimme“ innerhalb der republikanischen Partei, teilte Trump mit. „Karoline war eine echte Führungspersönlichkeit im Weißen Haus“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Wie berichtet, gibt Leavitt ihren Job offiziell aus persönlichen Gründen auf. Sie wolle mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Er verstehe und respektiere das „voll und ganz“, sagte der US-Präsident. Die 28-Jährige hatte Anfang Mai ihr zweites Kind zur Welt gebracht. 2024 war ihr erstes Kind auf die Welt gekommen.

Hier sehen Sie das Statement von Leavitt:

„In den vergangenen eineinhalb Jahren als Pressesprecherin des Weißen Hauses zu arbeiten, war für mich die Ehre und das Abenteuer meines Lebens“, kommentierte Leavitt auf der Plattform X bei Trump. Allerdings habe sie seit ihrer Rückkehr gemerkt, dass sie „nicht die beste Mutter“ sein könne, „wenn ich konstant die Zeit, Energie und Aufmerksamkeit aufwende, die das Amt der Pressesprecherin des Weißen Hauses erfordert“.

Bekannt für Scharfzüngigkeit
„Mein Kampf tritt in eine neue Phase ein, aber er ist noch lange nicht vorbei“, kündigte sie an. Leavitt studierte an einer privaten katholischen Universität Politik und Kommunikation. Obwohl sie früher Journalistin werden wollte, führte ihr Weg sie schnell in die Politik. Während Trumps erster Amtszeit beantwortete sie zunächst Bürgerbriefe im Weißen Haus und wechselte dann in die Presseabteilung. Mit nicht einmal 30 Jahren rückte sie als jüngste Sprecherin überhaupt auf eine der wichtigsten Positionen im Weißen Haus und prägte den Ton der Politik.

Sie erlangte mit ihrer Scharfzüngigkeit weltweit Bekanntheit. Sie veränderte von einem Moment auf den anderen ihren Gesichtsausdruck und rügte fragende Journalistinnen und Journalisten heftig. Zudem beschuldigte sie Medien immer wieder, Fake News zu verbreiten. Die US-Regierung stellt sich meist selbst als Opfer dar und lobt wohlwollende Berichterstattung ausdrücklich.

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