Lufthansa und AUA weisen einen „Spiegel“-Bericht über angebliche Notfallpläne wegen Kerosin-Mangels entschieden zurück. Das Magazin habe sich auf veraltete Informationen berufen, stellt eine AUA-Sprecherin richtig.
Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte berichtet, dass sich die Lufthansa wegen einer Kerosinknappheit darauf vorbereitet, im Notfall bis zu 40 Flugzeuge vorübergehend stillzulegen. Der Bericht „stützte sich dabei auf Informationen aus einer internen Mitarbeiterversammlung im März und entspricht nicht der aktuellen Situation“, sagte eine AUA-Sprecherin zur „Krone“.
Bericht zurückgezogen
Der „Spiegel“ erklärte selbst, dass der Bericht auf einer veralteten Information beruhe und zog den Artikel zurück. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin berichtet, Konzernchef Carsten Spohr habe die Belegschaft bei einer internen Veranstaltung auf eine deutliche Verschärfung der Krise eingestimmt.
Binnen 72 Stunden sei aus dem Preisproblem beim Kerosin ein Verfügbarkeitsproblem geworden, an immer mehr Flughäfen drohe der Treibstoff knapp zu werden. Der Vorstand habe deshalb zwei Krisenpakete vorbereiten lassen, die vorsähen, im Ernstfall bis zu 40 Flugzeuge am Boden zu lassen, so der „Spiegel“ in dem inzwischen zurückgezogenen Artikel.
Nach früheren Angaben ist die Lufthansa durch Termingeschäfte weitgehend abgesichert gegen die vom Iran-Krieg in die Höhe getriebenen Kerosinpreise. Das betonte zuletzt auch AUA-Chefin Annette Mann. Die Versorgung sei jedenfalls über den Sommer gesichert.
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