Donnerstagabend wollte die FPÖ am Grazer Hauptplatz noch einmal zeigen, dass sich der Wind längst gedreht hat. Herbert Kickl war da, Mario Kunasek war da – nur die große Menschenmenge blieb aus. Aus den erhofften Tausenden wurden ein paar Hundert. Graz hat damit einmal mehr bewiesen, dass es anders tickt.
Während anderswo Bundespolitik in jede Wahl hineinspielt, folgt Graz seit jeher eigenen Regeln. Hier entscheidet kaum jemand danach, wer in Wien am lautesten ist, sondern wer vor Ort Vertrauen genießt. Deshalb kann eine Bürgermeisterin der KPÖ beliebt sein, obwohl ihre Partei bundesweit keine Rolle spielt.
Einen weiteren Beleg dafür lieferte der Wahlkampfabschluss der Grazer FPÖ am Donnerstagabend. Rund um Spitzenkandidat René Apfelknab setzte die Partei auf maximale Unterstützung aus Wien: FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl reiste eigens an, um dem bisher eher blassen Spitzenkandidaten zusätzliche Strahlkraft zu verleihen und die Anhängerschaft zu mobilisieren.
Doch der erhoffte Massenandrang blieb aus. Gerade Kickl gilt als einer der wenigen Politiker Österreichs, dem es regelmäßig gelingt, Tausende zu Kundgebungen zu bewegen. In Graz funktionierte dieses Rezept diesmal nicht.
Letzte Parteiveranstaltungen
Heute beschließen schließlich noch ÖVP und KPÖ ihren Wahlkampf, bevor am Sonntag die Grazerinnen und Grazer das letzte Wort haben. Dann wird sich zeigen, ob die Stadt ihrem Ruf erneut gerecht wird. Vieles spricht dafür, dass Graz auch diesmal anders wählt als der Rest des Landes.
Kommen Sie gut durch diesen heißen Freitag!
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.