Im Schwarzen Meer
Drohnenangriff auf Frachter: Toter und Verletzte
In den vergangenen Tagen gab es im Ukraine-Krieg erneute heftige Drohnen- und Raketenangriffe – auf beiden Seiten. Zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer gerieten ebenfalls unter Beschuss. An Bord der Schiffe gab es neben einem Toten auch mehrere Verletzte.
Nach ukrainischen Angaben handelte es sich um russische Drohnen, die die beiden Frachter angegriffen hatten. Ein Besatzungsmitglied eines unter der Flagge Panamas fahrenden Schiffes sei getötet und zwei weitere Menschen an Bord verwundet worden. Zudem sei ein weiteres Schiff unter der Flagge von St. Kitts und Nevis getroffen worden. Dabei seien drei Seeleute leicht verletzt worden.
Nun hat sich auch die panamaische Schifffahrtsbehörde AMP zu dem Vorfall am Donnerstag gemeldet. „Wir haben die vorgesehenen Verfahren eingeleitet, um offizielle Informationen über den Vorfall einzuholen, und stehen mit den beteiligten Stellen in Kontakt.“ Der Zustand eines der verletzten Seeleute sei ernst. Das Schiff habe seine Fahrt fortsetzen können, hieß es.
Angriffe auf Eisenbahnbrücken auf der Krim
Das ukrainische Militär hat am Freitag nach Angaben des Generalstabs Eisenbahnbrücken auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim angegriffen. Die Brücken in den Gebieten Rosdolne (siehe X-Posting unten) und Wladyslawiwka würden von den russischen Truppen für Militärtransporte und Nachschub genutzt, teilte der Generalstab auf Telegram mit. Die Ukraine verstärkt ihre Angriffe in den russisch besetzten Gebieten im Süden und auf der Krim, um die Logistik Moskaus zu stören.
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurden bei russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha mit. Russland attackierte demnach die Stadt Nikopol, mehrere Gemeinden im Kreis Nikopol und eine im Kreis Krywyj Rih. Insgesamt habe Moskaus Militär mehr als 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen.
In der frontnahen ostukrainischen Stadt Kramatorsk wurden mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss getötet. Weitere sechs wurden verletzt, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Die Industriestadt sei dabei mindestens zweimal beschossen worden. Etwas mehr als zehn Kilometer östlich von Kramatorsk befindet sich die Frontlinie zwischen russischen und ukrainischen Truppen.

Massiver Drohnenschlag gegen Moskau
Bei dem massiven Drohnenangriff der Ukraine auf die Region Moskau am Donnerstag ist laut Informationen aus Russland ein achtjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Das Kind sei bei einem Brand in der Stadt Schukowski gestorben, der durch den Angriff ausgelöst worden sei, teilte der Gouverneur der Hauptstadt-Region, Andrei Worobjow, mit. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe sich das Mädchen mit seiner Großmutter zu Hause befunden.
Dem Gouverneur zufolge wurden zudem mindestens 16 Menschen verletzt. Insgesamt seien 18 Wohnblöcke in der Region Moskau beschädigt worden. Die Ukraine hatte die russische Hauptstadt und das Umland mit zahlreichen Drohnen attackiert. Nach Angaben der Behörden wurden dort rund 180 Drohnen abgefangen. Der Ukraine zufolge war der Angriff eine Reaktion auf einen russischen Großangriff am Montag, bei dem landesweit zehn Menschen getötet wurden und das weltberühmte Höhlenkloster in Kiew schwer beschädigt wurde.









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