Selenskyj überzeugt:

Ukraine hat „die zweitstärkste Armee der NATO“

Außenpolitik
20.06.2026 08:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein NATO-Beitritt der Ukraine sei für das „Überleben“ des Landes notwendig, betont der Staatschef des Kriegslandes laufend seit dem Einmarsch der russischen Armee vor mittlerweile mehr als vier Jahren. Doch das will Moskau unter allen Umständen verhindern. Nun lässt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seiner Einschätzung aufhorchen, warum die Ukraine unbedingt in das Militärbündnis muss.

In einem Interview mit dem Nachrichtenportal „Hromadske“ erklärte Selenskyj, dass die ukrainischen Streitkräfte faktisch „die zweitstärkste Armee der NATO“ seien. „Und daher braucht uns die NATO auch de jure“, so der 48-Jährige weiter. Schleißlich sei das eine Tatsache, die von allen Staatsführern anerkannt werde. Ukraines Militär stehe bei der Verteidigung gegen die von Moskau betriebene Invasion der als zweitstärksten Armee der Welt geltenden russischen in nichts nach, fügte er an.

Präsident Wolodymyr Selenskyj ist von der Bedeutung seines Landes und dessen Streitkräften für ...
Präsident Wolodymyr Selenskyj ist von der Bedeutung seines Landes und dessen Streitkräften für die NATO überzeugt.(Bild: AFP/GENYA SAVILOV)

„Putin will die Sowjetunion wiederherstellen“
Selenskyj behauptete, der russische Präsident Wladimir Putin werde bis zu seinem Tod im Kreml sitzen mit dem Ziel, die 1991 untergegangene Sowjetunion wiederherzustellen. „Ohne die Ukraine ist das unmöglich und daher ist es für uns so schwer, liebe Ukrainer“, sagte Selenskyj.

Offene Drohung gegen Belarus
Den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko forderte Selenskyj unterdessen auf, russische Militärtechnik innerhalb einer Woche aus seinem Land zu entfernen. Andernfalls drohte Selenskyj mit militärischen Schritten der Ukraine. Es gehe um Signalrelaisstationen in zwei belarussischen Grenzregionen zur Ukraine, die russische Truppen zur Steuerung von Angriffen auf ukrainische Zivilisten nutzen, sagte Selenskyj auf einer Pressekonferenz in Kiew. „Wenn er es nicht tut, werden wir es tun“, fügt er hinzu, ohne weitere Details zu nennen.

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