„Einfach unglaublich“

Vater erwacht pünktlich zur Geburt aus dem Koma

Ausland
13.08.2026 15:51

Nur wenige Tage vor der Geburt seiner Tochter erlitt der 26-jährige Sam King einen Herzstillstand und lag anschließend im Koma. Seine schwangere Frau Emma rettete ihm das Leben. Als Sam schließlich seine Tochter Sophie sah, kamen ihm die Tränen.

In den frühen Morgenstunden des 3. April brach Sam King zu Hause zusammen. Der 26-Jährige erlitt einen Herzstillstand ohne zuvor Beschwerden oder Symptome gehabt zu haben. Seine Frau Emma war zu diesem Zeitpunkt in der 39. Schwangerschaftswoche. Sie setzte sofort den Notruf ab und begann unter telefonischer Anleitung mit der Herzdruckmassage. Nach Angaben des britischen Rettungsdienstes South Central Ambulance Service verschaffte ihr schnelles Handeln Sam eine entscheidende Überlebenschance.

Elf Elektroschocks und zwei Stunden Kampf
Die Rettungskräfte kämpften anschließend fast zwei Stunden lang um Sams Leben. Insgesamt erhielt er elf Elektroschocks mit einem Defibrillator. Sam wurde auf die Intensivstation des St. Thomas Hospital in London gebracht. Sein Zustand blieb kritisch, mehrere Organe versagten. Schließlich erwachte er aus dem künstlichen Koma – zunächst reagierte er aber kaum.

„Ich kann mich an nichts erinnern, was an diesem Tag passiert ist“, sagte Sam gegenüber der BBC. „Es fühlt sich an, als wäre ich nicht ich. Es ist einfach unglaublich, denn im Moment bin ich völlig normal.“

Seine Tochter wird geboren
Während Sam um sein Leben kämpfte, stand für Emma die Geburt ihres ersten Kindes bevor. Nur vier Tage nach dem Herzstillstand setzen die Wehen ein. Sie brachte eine gesunde Tochter zur Welt namens Sophie. Als Sam seine kleine Tochter zum ersten Mal sah, war es um ihn geschehen. Er öffnete die Augen und Tränen liefen ihm über sein Gesicht. Für die Familie war es der erste gemeinsame Moment mit Sophie und für Sam ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück ins Leben.

Nach Wochen zurück nach Hause
Insgesamt dauerte seine Genesung mehrere Wochen. Am 6. Mai konnte Sam schließlich das Krankenhaus verlassen. Trotz des langen Herzstillstands trug er nach Angaben des Rettungsdienstes keine bleibenden neurologischen oder körperlichen Schäden davon. Um das Risiko weiterer Herzprobleme zu verringern, wurde ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt.

Sams Familie hat sich im Anschluss bei den Rettungskräften bedankt, die in den entscheidenden Stunden um sein Leben kämpften. Für die junge Familie bleibt die Geburt von Sophie damit nicht nur ein besonderer Moment, sondern auch der Beginn eines neuen Lebensabschnitts unter außergewöhnlichen Umständen.

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