Akzeptanz noch stabil

EZB: Automatisierung darf Bargeld nicht verdrängen

Wirtschaft
13.08.2026 16:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gemahnt, dass die zunehmende Automatisierung des Zahlungsverkehrs Bargeld nicht verdrängen dürfe. Laut einer Umfrage akzeptieren derzeit 92 Prozent aller Unternehmen im Euroraum Bargeld. Viele davon können sich allerdings vorstellen, dies in Zukunft möglicherweise nicht mehr zu tun.

Darunter sind vor allem befragte Unternehmerinnen und Unternehmer in Zypern (51 Prozent), Griechenland (23 Prozent) und Bulgarien (18 Prozent). Gleichzeitig blieb die Akzeptanz von Kartenzahlungen im Vergleich zu einer EZB-Erhebung 2024 mit 88 Prozent stabil. Fast verdoppelt hat sich seither die Zahl der Betriebe, die mobile Zahlungen per Smartphone oder Smartwatch ermöglichen.

Ein Viertel der 8205 Unternehmen gab an, in Kassen investiert zu haben, die bargeldlose Zahlungen akzeptieren oder die Zahl der Kassen zu reduzieren, an denen Scheine und Münzen angenommen werden. Mehr als jede zehnte Firma (13 Prozent) hat Selbstbedienungskassen eingeführt. Dort wird häufig (48 Prozent) kein Bargeld genommen.

„Um eine breite Akzeptanz von Bargeld sicherzustellen, ist es entscheidend, dafür zu sorgen, dass die zunehmende Automatisierung des Zahlungsverkehrs Bargeld als praktikable Zahlungsoption nicht unbeabsichtigt behindert oder untergräbt“, teilte die EZB zu den Ergebnissen mit. „Die zuständigen Behörden müssen mit ihrer Politik und ihren Maßnahmen proaktiv vorgehen, um sicherzustellen, dass Euro-Banknoten und -Münzen auch in den kommenden Jahren in allen Ländern und Branchen ein attraktives und akzeptiertes Zahlungsmittel bleiben“, hieß es weiter. Immerhin überlegen bereits befragte Unternehmerinnen und Unternehmer, in den kommenden fünf Jahren kein Bargeld mehr anzunehmen.

Die Daten wurden zwischen Februar und April in 21 Eurostaaten erhoben.

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