„Er weiß, dass sein Platz in Gefahr ist.“ George Russell hat laut Formel-1-Legende Johnny Herbert derzeit einen schweren Stand bei Mercedes.
Eigentlich sollte es die beste Saison von Russell werden. Doch während der 28-Jährige durchaus auch mit Pech zu kämpfen hatte, präsentierte sich Antonelli über die bisherigen Rennen vor allem konstanter und häufig schneller. Russells Rolle als unangefochtene Nummer eins im Mercedes-Team ist damit Vergangenheit. „Ich glaube, dass Kimi Antonellis Konstanz George Russell im Moment definitiv Probleme bereitet. Es scheint so, als ob er jedes Mal von Kimi zerstört wird, sobald er ins Auto steigt“, fällt das Urteil von F1-Legende Johnny Herbert deutlich aus.
59 Punkte Rückstand
Ausreden will der dreifache Grand-Prix-Sieger nicht gelten lassen. Dass Russell nicht immer das nötige Rennglück hatte, räumt Herbert zwar ein, fügt aber an: „Aber das gehört zur Formel 1 dazu. Für ihn wird das hart sein, denn jeder, inklusive mir, dachte, dass es sein Jahr werden würde. Aber so ist es nicht gelaufen.“
Die Zahlen sprechen derzeit tatsächlich für Antonelli: Mit Beginn der Sommerpause hat sich der Italiener bereits einen Vorsprung von 59 Punkten auf seinen erfahrenen Teamkollegen herausgefahren.
Muss Russell um sein Cockpit zittern?
Zusätzliche Unruhe bringen die anhaltenden Spekulationen um Max Verstappen. Der Niederländer wird immer wieder mit einem Wechsel zu Mercedes in Verbindung gebracht und Herbert glaubt, dass diese Gerüchte längst auch bei Russell angekommen sind. „Es gibt permanent diese Gerüchte über einen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes, die Russells Stimmung sicher nicht helfen. Er wird sich bewusst sein, dass sein Platz in Gefahr ist“, so Herbert.
Damit geht es für Russell nach der Sommerpause womöglich um weit mehr als nur darum, den Rückstand auf Antonelli zu verkürzen. Findet der Brite nicht zurück zu seiner Bestform, könnte laut Herbert langfristig sogar sein Platz bei Mercedes ins Wanken geraten.
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