Motorboote als Gefahr

Delfin nahe Rialtobrücke in Venedig gesichtet

Ausland
14.08.2026 08:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Canal Grande in Venedig ist ein Delfin nahe der Rialtobrücke gesichtet worden. Das Tier schwamm am Donnerstag zwischen den Anlegestellen der Wasserboote. Der Bürgermeister rief Bootsfahrer zu besonderer Vorsicht auf.

Der Abschnitt, in dem der Delfin unterwegs war, wird zugleich stark von Gondeln, Vaporetti und Motorboote befahren. „Die Anwesenheit eines Delfins im Canal Grande erfordert von allen verantwortungsvolles Verhalten“, mahnte daher Bürgermeister Simone Venturini. Vorrang habe derzeit der Schutz des Tieres. Die Schiffe sollten vor allem in Bereichen, in denen der Delfin gesichtet werde, besonders aufmerksam sein und ihre Geschwindigkeit reduzieren.

Ist es Mimmo?
Unklar ist, ob es sich bei dem Tier um den bereits seit Monaten in der Lagune lebenden Delfin Mimmo handelt. Der große Tümmler hält sich normalerweise im Becken vor dem Markusplatz auf. Sollte es tatsächlich Mimmo sein, wäre er nun weiter in den engeren und stärker befahrenen Canal Grande vorgedrungen.

Die Stadt gibt Anweisungen für den Fall einer Begegnung mit dem Tier:

Verletzungen erlitten
Experten des Naturhistorischen Museums in Venedig beobachten den Delfin seit längerer Zeit. Mimmo gilt als an die Lagune gewöhnt und bewegt sich geschickt zwischen den Booten. Zuletzt sei er allerdings scheuer geworden, betonten Experten. An seinem Körper und an den Flossen waren Verletzungen festgestellt worden, die möglicherweise durch den Kontakt mit einer Schiffsschraube entstanden sind. Es ist auch möglich, dass es sich um einen anderen Delfin handelt. Damit könnten sich derzeit zwei Tiere in der venezianischen Lagune aufhalten.

Fischer befreiten Meeressäuger
Auch aus anderen Teilen der Lagune wurden zuletzt Delfine gemeldet. Am Mittwoch hatten Fischer vor der Insel Burano einen Delfin befreit, der auf einer Sandbank gestrandet war. Er blieb anschließend in der Umgebung und bewegte sich zwischen den Kanälen der Insel. Die Hafenbehörde wurde eingeschaltet. Meeresbiologen sollen den Zustand des Tieres untersuchen und die Bewegungen des Delfins beobachten.

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