„Neugier“ war schuld

Huch! Radiosender erklärte König Charles für tot

Royals
11.08.2026 16:09

Bei dieser Nachricht blieb wohl so manchem Briten die Spucke weg. Denn ein britischer Radiosender verkündete plötzlich den Tod von niemand Geringerem als König Charles – und all das nur, weil ein Mitarbeiter aus Neugier ein paar Knöpfe drückte!

Der mehr als peinliche Zwischenfall ereignete sich bereits im Mai: Mitten im laufenden Programm von Radio Caroline ertönte plötzlich eine vorbereitete Ansage. Darin wurde die traurige Nachricht verkündet, dass König Charles verstorben sei – und das gleich mehrfach! Danach ertönte auch noch die britische Nationalhymne. Dann: 16 Minuten lang Stille.

Sender brauchte 30 Minuten bis zur Korrektur
Rund 30 Minuten dauerte es nach der ersten Falschmeldung, bis ein Moderator den Irrtum aufklärte. König Charles sei nicht gestorben, der Sender entschuldige sich für die Panne.

Ob König Charles über dieses Missgeschick lachen konnte? Der britische Monarch wurde von einem ...
Ob König Charles über dieses Missgeschick lachen konnte? Der britische Monarch wurde von einem Radiosender im Mai für tot erklärt.(Bild: EPA/ANDY RAIN)

Die britische Medienaufsicht untersuchte den Fall und urteilte: Diese Korrektur kam viel zu spät! Die Aufsichtsbehörde wertet die falsche Todesmeldung als schwerwiegenden Verstoß gegen die Regeln für korrekte Berichterstattung und die schnelle Korrektur von Fehlern.

Mitarbeiter spielte „aus Neugier“ Todesmeldung ab
Doch wie konnte es passieren, dass ausgerechnet die wichtigste Person im britischen Empire versehentlich für tot erklärt wurde? Die Lösung ist ziemlich kurios. Denn während der Moderator seine Show aus der Ferne moderierte, arbeitete ein weiterer Mitarbeiter am Computer im Studio. Und dabei stieß dieser auf vorproduzierte Tondateien, die – im Falle des tatsächlichen Todes von König Charles – schnell eingespielt werden können. 

Wie der Sender bekannt gab, habe der Mitarbeiter schlicht „aus Neugier“ die Dateien abgespielt – ohne zu ahnen, dass sie tatsächlich live ausgestrahlt werden. Als er seinen Fehler bemerkt habe, geriet er in Panik und verließ fluchtartig das Studio. 

Moderator war ahnungslos
Der Moderator merkte von dem Kuddelmuddel, das sein Kollege im Studio angerichtet hatte, vorerst nichts. In der Annahme, das Programm laufe wie gewohnt weiter, meldete er sich vorerst nicht zu Wort. Auch deshalb, weil ihn Anrufe, die auf den Fehler aufmerksam machen sollten, ihn zunächst nicht erreichten. Und so verging tatsächlich eine halbe Stunde, bis die falsche Todesnachricht richtiggestellt wurde.

König Charles – hier mit Königin Camilla bei seiner Geburtstagsparade im Juni – war zum ...
König Charles – hier mit Königin Camilla bei seiner Geburtstagsparade im Juni – war zum Zeitpunkt der falschen Todesmeldung in Nordirland – und natürlich quicklebendig!(Bild: AFP/JUSTIN TALLIS)

Zwei Beschwerden gingen danach an Ofcom ein. Die Behörde urteilte nun: Radio Caroline habe gegen zwei Rundfunkregeln verstoßen: Nachrichten müssen mit angemessener Genauigkeit verbreitet und schwerwiegende Fehler schnell korrigiert werden.

Rüge für Missetäter
Und der verantwortliche Mitarbeiter? Der wurde laut des Senders gerügt und entschuldigte sich. Außerdem entfernte man die vorbereiteten Audiodateien zur Todesmeldung mittlerweile vom Studiocomputer.

Ob König Charles von diesem Schlamassel etwas mitbekommen hat, ist nicht geklärt. Fix ist jedenfalls: Der britische Monarch war während der Falschmeldung quicklebendig und hielt sich gemeinsam mit Ehefrau Camilla in Nordirland auf.

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