Zum Kokain-Prozess

Das Drogen-Problem im Bahnhofsviertel

Salzburg Newsletter
18.06.2026 10:30

Liebe „Krone“-Leser! Der Salzburger Hauptbahnhof hat ein Drogen-Problem. Bereits beim Lokalaugenschein im April erzählten die Menschen, die dort leben und arbeiten, über Chaos, Schlägereien und Suchtgift-Konsum. Der Prozess gegen einen im Bahnhofsviertel lebenden Türken, der Kokain an Jugendliche verteilte, unterstreicht die Situation.

Der Prozess am Mittwoch im Salzburger Landesgericht gab einen Einblick in die Abgründe der Suchgift-Problematik in Salzburgs Bahnhofsgegend: Zehn Mädchen spazieren jahrelang ein und aus der Wohnung des Angeklagten, damit sie an Kokain kommen. Und das ohne Gegenleistung? Unglaubwürdig. Der Kriminalfall zeigt aber auch, wie schwer sich Polizei und Behörden bei der Suche nach Beweisen tun. Gerade wenn Sexualdelikte im Raum stehen, sind die Ordnungshüter auf klare Angaben der Opfer angewiesen.

Warum sagen aber die Mädchen in diesem Fall nicht, was genau passiert ist? Aus Angst, Druck oder Sorge, selbst ins Kriminal zu rutschen? Oder sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Ermittler zu streng angelegt? Es sind Fragen, die sich Entscheidungsträger aus der Politik stellen müssen. Klar ist: Ohne Maßnahmen oder neue Ideen zur Lösung des Problems werden andere unmoralische Erwachsene, die meist oft schwierige Situation von ganz jungen Mitgliedern unserer Gesellschaft ausnutzen – Stichwort Sucht. 

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