Teil 2 der Serie von Hans Peter Hasenöhrl über den Autor Stefan Zweig und sein Leben in Salzburg: Ex-Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler will eine „Weltzentrale“ einrichten. Wie sie wertvolle Dokumente nach Salzburg holt.
VORHABEN. „Der Gedanke ist unerträglich, dass wir Stefan Zweig aus Salzburg vertrieben und ihm durch die erzwungene Wanderschaft schließlich die Kraft zum Leben geraubt haben!“ Dr. Helga Rabl-Stadler sitzt am Stammtisch im Café Bazar, dort, wo der Autor stets am Abend zu Besuch kam, und sie gibt sich kämpferisch. Sie ist voller Zuversicht und sie ist davon überzeugt: „Wir werden Salzburg zur Weltzentrale für Stefan Zweig machen.“ Ungeheure Motivation verliehen ihr die ersten Erfolge: Sie flog gemeinsam mit Karoline Edtstadler, 2022 noch Ministerin im Kanzleramt, nach London, wo die 96-jährige Eva Alberman mit einem Orden der Republik ausgezeichnet wurde. Diese ist die Nichte von Stefan Zweigs zweiter Frau Lotte. Rabl-Stadler gelang es, die Erbin davon zu überzeugen: Salzburg kann ein würdiges Zuhause für den Nachlass des Schriftstellers sein. Die beiden Frauen verstanden einander sofort.
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