Sie waren beim Aufmarsch der Festspielpromis nicht zu übersehen: Die gut 50 Demonstranten der Gewerkschaft Vida, mit Kochhauben und überdimensionalen Luftballons ausgestattet, platzten mitten in den Auflauf der Stars und Sternchen rund um die Eröffnung der Salzburger Festspiele – friedlich und leise forderten sie mehr Lohn für die Gastro- und Hotelangestellten ...
Die große mediale Bühne der Festspieleröffnung nutzte die Gewerkschaft Vida für einen friedlichen Protest. Mit Luftballonen ausgestattet und Kochhauben auf dem Kopf traten sie vor zig Promis dafür ein, dass die Lohnverhandlungen für Angestellte in Hotel und Gastronomie wieder aufgenommen werden.
Chefverhandlerin Eva Eberhart fordert: „Erstmals wurden die Lohnverhandlungen einseitig von der Wirtschaftskammer abgebrochen. Wir wollen, dass sie wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren.“ Die Bühne der Festspiele kommt den Demonstranten da natürlich recht.
Wenn ich mir die Gastronomen rundherum so ansehe, dann geht es ihnen sehr gut. Wir verdienen mehr.
Eva Eberhart, Chefverhandlerin für Hotel und Gastronomie, Gewerkschaft Vida
Bei ihrem Marsch durch die Stadt wurden sie kurz am Rathaus von der Polizei am Weitermarschieren gehindert, durften jedoch ihren Protest-Zug bald wieder fortsetzen. Der Grund, den Eröffnungs-Sonntag für ihr Begehr zu nutzen, ist laut Eberhart leicht erklärt: „Da ist die Politik, da sind die Gäste der Gastronomie. Eine Nulllohnrunde nehmen wir nicht hin. Wir wollen die 3,6 Prozent Inflation abgegolten haben. Und wenn ich mir die Gastronomen rundherum so ansehe, dann geht es ihnen sehr gut. Wir verdienen mehr.“
Der Netto-Einstiegslohn betrage derzeit 1645 Euro. Gleichzeitig seien Hotel- und Gastropreise weit über der Inflation gestiegen. Man wolle am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben und nicht billig abgespeist werden.
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